Aarau

Nach Hausbesetzung in Aarau: Autonomer hat nun ein Verfahren am Hals

Das war Ende Dezember: Linksautonome besetzen das Haus an der Florastrasse 15 in Aarau. (Archiv)

Das war Ende Dezember: Linksautonome besetzen das Haus an der Florastrasse 15 in Aarau. (Archiv)

Zwei Tage besetzten Autonome im Dezember 2013 ein leerstehende Haus in Aarau. Zu ihrer Überraschung ist nun zumindest eine Person eine Vorladung von der Polizei erhalten – wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Am 26. Dezember 2013 besetzten Autonome ein leerstehendes Haus an der Florastrasse 15 in Aarau. «Nach anfänglichem Einrichten und einer Soli-Cocktail-Bar wurde das Haus aufgrund einer Räumungsandrohung durch die Besitzerin, die HRS Real Estate AG, nach zwei Tagen fristgerecht verlassen», teilt die Kampagne für ein autonomes Zentrum (KAZ) auf ihrer Website mit.

Deshalb sei es «eher überraschend, dass eine Person eine Vorladung erhielt, in der sie als Beschuldigter wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch auf den Polizeiposten eingeladen wurde», schreibt die KAZ weiter.

«Wie der Straftatbestand des Hausfriedensbruch erfüllt worden sein soll, erschliesst sich uns nicht», hält die KAZ dazu fest.

Denn die Polizei selber gebe an, dass das Haus fristgerecht verlassen worden sei. Die Autonomen sehen «in diesem Vorgehen einen schlechten Versuch, Aktivisten und Sympathisantinnen einzuschüchtern».

Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, sagt auf Anfrage: «Es spielt keine Rolle, ob die Hausbesetzer innerhalb der Frist, die ihnen die Polizei gesetzt hat, das Haus verlassen haben.»

Bereits mit der Besetzung der Liegenschaft sei der Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt. Strebel bestätigt, dass gegen einen Hausbesetzer ein Verfahren laufe. «Derzeit liegen die Akten beim zuständigen Staatsanwalt, der prüfen wird, wie das Verfahren abgeschlossen wird.» 

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