Gränichen
Nach Grossbrand: Mehrere tausend Franken Spenden für Bauernfamilie Zybach

Nach dem verheerenden Brand ihres Viehstalls im Gränicher Weiler Rütihof erlebt die Bauernfamilie Zybach eine Welle der Solidarität: Dank Spenden können die nicht von der Versicherung gedeckten Schäden voraussichtlich bezahlt werden.

Pascal Meier
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Christian Zybach (rechts) und Sohn Samuel vor der Brandruine.

Christian Zybach (rechts) und Sohn Samuel vor der Brandruine.

Pascal Meier

Nach dem Brand Anfang September hatten Nachbarn eine Spendensammlung für die Bauernfamilie gestartet (die az berichtete). Dabei sind mehrere tausend Franken zusammengekommen, wie Christian Zybach nun auf Anfrage sagt. «Wir können damit voraussichtlich alle Schäden des Brandes bezahlen, die nicht von der Versicherung gedeckt sind. Dafür möchten wir uns bei allen Spendern bedanken.» Diverse Spenden seien anonym eingegangen. In Briefen drückten viele Menschen der Familie ihr Mitgefühl aus.

Nicht von der Versicherung gedeckt sind diverse verbrannte Geräte und Maschinen sowie Inneneinrichtungen. «Hier waren wir unterversichert», sagt Christian Zybach selbstkritisch, der mit seinem Sohn Samuel und den Familien seiner zwei Geschwister den einzigen Landwirtschaftsbetrieb Rütihofs führt. «Es kommt deshalb einiges auf uns zu.» Gleichzeitig hält der Landwirt fest: «Betteln ist das letzte, was wir tun wollen. Die meisten Schäden sind versichert, darunter die vor 32 Jahren gebaute Scheune mit Viehstall.»

Das Vieh ist nun in Gränichen

Hilfe erhielt die Familie Zybach von verschiedenen Seiten. Da sind einerseits die Nachbarn Kurt und Marianne Hirt, welche die Spendenaktion lancierten und der Bauernfamilie zusätzlich den Pachtzins für ein Stück Land erlassen. Gesammelt wurde auch am «Liebegger Tag» des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg. Ein grosses Herz zeigten zudem die Schulkollegen der Zybach-Kinder: Sie verkauften kurzerhand auf dem Dorfplatz selbst gebackenen Kuchen und spendeten den ganzen Erlös der Bauernfamilie.

Inzwischen ist im Leben der Familie Zybach eine Routine unter erschwerten Umständen eingekehrt. Die 60 Tiere, die von der Familie Zybach und Nachbarn aus dem brennenden Stall gerettet werden konnten und vorübergehend in den Vianco-Stallungen in Brunegg untergebracht waren, sind nun bis auf Weiteres in einem Stall in Gränichen zu Hause. Damit muss die Familie nicht mehr mehrmals täglich nach Brunegg zum Melken, Füttern und Misten fahren. «Es ist berührend, wie man uns Ställe, Siloanlagen und weitere Hilfsmittel zur Verfügung stellt», sagt Christian Zybach. Ein Teil des Mastviehs musste trotzdem nach dem Brand verkauft werden. Weil viel Heu verbrannt ist, fehlt für das Vieh Futter.

Gleichzeitig plant die Familie Zybach den Wiederaufbau ihres Hofes. «Wir wollen weiterhin schwergewichtig Milch produzieren», sagt Christian Zybach. «Im Kopf gibt es Pläne, wie wir neu bauen wollen.» Das solle möglichst schnell geschehen. Die Bauernfamilie hofft, bereits im nächsten Sommer den Neubau beziehen zu können.

Feuerwehreinsatz in Rütihof bei Gränichen.
17 Bilder
Grossbrand auf dem Rütihof in Gränichen
Das Gebäude wurde komplett zerstört.
Die Flammen loderten.
Die Feuerwehr im Einsatz.
Von allen Seiten wurde das Feuer bekämpft.
Die Rauchsäule des Grossbrandes.
Der Brand ist von weither zu sehen.
Der Brand im Rütihof aus Vogelperspektive.
Feuer in Gränichen!
Rauchsäule vom Rütihof in Gränichen
Der Scheunenbrand in Rütihof.
Aus der Luft kann das Ausmass des Brandes gut beobachtet werden.
Die hohe Rauchsäule des Brandes.
Der Brand in Rütihof war auch von der A1 aus zu sehen
Die Rauchsäule des Grossbrands.
Die Scheune brannte lichterloh.

Feuerwehreinsatz in Rütihof bei Gränichen.

Corina Borer

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