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Nach Gasaustritten auf Deponie-Areal: Bauarbeiten werden neu gestartet

Die vorübergehend gestoppten Bauarbeiten beim Sportplatz werden wieder aufgenommen.

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Die Bauarbeiten auf der ehemaligen Deponie Ritzer können weitergehen.

Die Bauarbeiten auf der ehemaligen Deponie Ritzer können weitergehen.

SEVERIN BIGLER

In den Sommerferien kam es bei Bauarbeiten auf dem Areal der ehemaligen Deponie Ritzer – heute ein Fussballplatz – lokal und zeitlich begrenzt zu Gasaustritten, welche bei Bauarbeitern zu Hautreizungen führten. Weil es in der Deponie immer noch gärt, treten ab und zu Gase an die Oberfläche.

Die Gemeinde stellte darauf die laufenden Arbeiten ein und bestehende Absperrungen wurden erweitert. Der kurzzeitig eingestellte Spiel- und Trainingsbetrieb des Fussballclubs konnte nach den Sommerferien auf verkleinertem Gelände wieder aufgenommen werden.

«Gemäss aktueller Planung werden die Bauarbeiten, die ungefähr vier Wochen in Anspruch nehmen werden, Anfang Oktober wieder aufgenommen», teilt die Gemeinde mit. «Die Arbeiten zielen darauf ab, das bestehende Gasdrainagesystem zu erweitern, damit austretendes Gas gesammelt und abge-saugt werden kann. Neu wird dieses dann in einer speziellen Filteranlage gereinigt.»

Aufgrund des Vorfalls im Sommer müssen die Sicherheitsmassnahmen beim Arbeitsschutz erhöht werden. «Für die Arbeiter heisst das, dass sie innerhalb des Bauperimeters mit Atemschutzmasken arbeiten», so die Gemeinde. Während der ganzen Bauzeit ist der Bereich der ehemaligen Deponie westlich des Mergelwegs inklusive Garderobengebäude gesperrt.

Während einer Woche – es ist noch nicht klar ob in der 1. oder 2. Oktoberwoche – muss der Perimeter grossräumiger abgesperrt werden: Unzugänglich sind dann auch das Kunstrasenfeld, der Kiesplatz beziehungsweise der Parkplatz sowie die Zufahrt ab Bibersteinerstrasse und der Mergelweg. «Dies führt dazu, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb des Fussballclubs komplett eingestellt werden muss», schreibt die Gemeinde. «Tennisspieler werden gebeten, den Parkplatz bei der Badi zu nutzen, und auch Fussgänger können nur den Schwimmbadweg begehen.»

Der Gemeinderat bittet alle Betroffenen um Verständnis und appelliert an die Nutzer des Ritzers, dass Absperrungen und Umleitungen respektiert werden. Man sei zuversichtlich, dass der Ritzer nach Abschluss der Arbeiten für die nächsten drei Jahre uneingeschränkt genutzt werden könne. Zirka ab 2021 wird die definitive Sanierung der Deponie in Angriff genommen.(AZ/Nro)