Im Juni 2017 genehmigten die Küttiger einen Verpflichtungskredit für den grossen Umbau der Kreuzung Küttigerstrasse/Bibersteinerstrasse–Neue Stockstrasse. Nun liegt das Projekt bis zum 20. März im Gemeindehaus öffentlich auf.

Schon vor fast zwanzig Jahren wurde der Umbau erstmals ins Auge gefasst, in einigen Monaten könnte es nun – je nach Einsprachen – losgehen. Hintergrund des Vorhabens ist einerseits das gestiegene Verkehrsaufkommen, andererseits die geänderte Verkehrsführung.

Früher nutzten nämlich Autos und Lastwagen hauptsächlich die Achse Küttigerstrasse–Neue Stockstrasse, um zur Staffelegg zu gelangen. Doch seit der Staffeleggzubringer 2010 eröffnet wurde, hat die Neue Stockstrasse an Wichtigkeit verloren: Die neue Hauptverkehrsrichtung ist jetzt Küttigerstrasse–Bibersteinerstrasse.

Die Änderung wurde 2010 mit provisorischen Massnahmen auf der Kreuzung bereits umgesetzt.

Nun soll eine definitive Lösung her. Die Bauzeit des aufliegenden Projekts wird mit rund 18 Monaten veranschlagt. Der Verkehr wird währenddessen auf allen Achsen aufrechterhalten (Ampel). Der Projektperimeter beginnt auf der Küttigerstrasse noch knapp auf Aarauer Stadtgebiet, kurz vor der Abzweigung ins Rombachtäli.

Er endet auf der Bibersteinerstrasse, Höhe Post, beziehungsweise auf der Neuen Stockstrasse ein paar Meter nach der Kreuzung. Gegenüber dem heutigen Zustand werde die Strasse um bis zu fünf Meter breiter, heisst es im Technischen Bericht. Es ist denn auch ein Landerwerb von rund 700 Quadratmetern nötig.

Die wichtigsten Neuerungen beim vorliegenden Projekt sind eine Linksabbiegespur von der Küttigerstrasse in die Neue Stockstrasse; ein durchgehendes, mindestens zwei Meter breites Trottoir auf beiden Seiten und durchgehende Radstreifen sowie sichere Fussgängerstreifen mit Mittelinseln. Auch die Bushaltestellen sollen behindertengerecht und benutzerfreundlich werden, beidseits gibt es ein neues Wartehäuschen.

Die Bushaltestelle «Rombacherhof», angefahren von zwei Postautolinien sowie einer von AAR bus+bahn, wird in Fahrtrichtung Aarau leicht verschoben.

Die Haltestelle in der Gegenrichtung, die heute noch eine Busbucht hat, wird künftig ebenfalls als Fahrbahn-Haltestelle gestaltet. Das bedeutet: Der Bus hält direkt auf der Fahrbahn. Mittelinseln sollen verhindern, dass er währenddessen überholt werden kann.

Fertig mit Parking-Wildwuchs

Eine Änderung ergibt sich auch vor den Geschäftsliegenschaften «Post», «Voi» und «Hotel Ascott». Hier befand sich einst die Bushaltestelle. Nach deren Verschiebung war die Bus-Bucht verblieben; sie wird heute als Parkplatz genutzt. Dafür ist sie aber eigentlich nicht gebaut – was sich daran zeigt, dass die Autos nur ungenügend Platz finden und teilweise in die Bibersteinerstrasse hinausragen.

Dies führt immer wieder zu brenzligen Situationen und ist alles andere als Normenkonform. Dieser Bereich wird nun beim Umbau zu einem offiziellen, den Anforderungen genügenden Längsparkfeld gemacht. Was auch bedeutet, dass es künftig hat nur noch vier Parkplätze entlang der Strasse hat.

Und: Im Bereich des «Voi», wo gemäss Baugesuchs-Bericht «häufig Motorfahrzeuge widerrechtlich auf dem Trottoir parkiert» sind, werden Massnahmen ergriffen: Hier soll eine 15 Meter lange und 1,5 Meter breite Grüninsel zwischen Fahrbahn und Trottoir Parksünden verhindern.

Vorerst keine Ampeln

Ein Diskussionspunkt – und mit ein Grund, warum man schon so lange am Projekt herumplant – war die Ausgestaltung der Hauptkreuzung (Abzweiger Neue Stockstrasse). Der Kanton hatte mehrere verschiedene Varianten geprüft.

Auch mit einer einfachen oder gar einer erweiterten Lichtsignalanlage oder mit einem Kreisel. «Die Beurteilung zeigte, dass ein Knoten mit erweiterter Lichtsignalanlage gesamthaft die beste Lösung darstellt», heisst es im Technischen Bericht, der mit dem Baugesuch aufliegt.

Allerdings: Die Gemeinde will keine Ampeln – und hat sich gegenüber dem Kanton durchgesetzt. Beim aktuellen Projekt wird vorderhand auf eine Ampelanlage verzichtet, in den Boden kommen jedoch Leerrohre, die eine spätere Nachrüstung mit Lichtsignalen möglich machen.

Falls dies einst der Fall sein sollte, müssen zwei Mittelinseln umgebaut respektive entfernt werden. «Die Inseln werden daher mit auf die Deckschicht geklebten Randabschlüssen erstellt, um eine einfache Anpassung zu gewährleisten», wird im Bericht erläutert.