Aarau
Nach dieser Kür fliegen sogar Plüschtiere aufs Eis

Der Eislaufclub hat am Samstag den Aarauer Cup organisiert. Mit dabei waren nicht nur viele kleine Eisprinzessinnen, sondern auch der eine oder andere Schlittschuhprinz.

Sibylle Haltiner
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Der Aarauer Cup auf der Kunsteisbahn Aarau
9 Bilder
Nach dem Wettkampf schauen die Eiskunstläuferinnen interessiert ihre Fotos an
Viel Akrobatik steckt in den Kürübungen.
Zwei Helferinnen sammeln die Geschenke für die Wettkämpferinnen ein
Die Eislaufröckchen sind sehr individuell und passen oft zur Kür
Hinfallen gehört zum Eiskunstlauf
Kurzer Schwatz beim Einlaufen auf dem Aussenfeld
Schon die Jüngsten zeigen anspruchsvolle Übungen
Pirouettendrehen gehört bei den meisten Eiskunstläuferinnen zu den liebste Übungen

Der Aarauer Cup auf der Kunsteisbahn Aarau

Sibylle Haltiner

Rückwärtsfahren, Überkreuzen, Flip, Pirouette, Rittberger: Am Samstag konnten die Zuschauer auf der Keba alle Eiskunstlauf-Übungen von den Grundlagen bis zum Meisterschaftsniveau bewundern.

Kleine und grössere Eisprinzessinnen und ein paar wenige junge Schlittschuhprinzen zeigten, mit wie viel Anmut und Grazie es sich über das kalte, harte Eis gleiten lässt.

Akrobatische Sprünge und atemberaubend schnell gedrehte Pirouetten waren bereits beim jüngsten Nachwuchs zu sehen.

Geschenke für die Sportlerinnen

Nach einem letzten Einlaufen in der Gruppe mussten die jungen Eiskunstläuferinnen alleine ihre Kür den Richterinnen präsentieren.

Der Speaker wünschte übers Mikrofon viel Glück, dann setzte die Musik ein und es galt ernst. Nach der Vorführung waren den Sportlerinnen Applaus und Bewunderung des Publikums sicher, sogar Plüschtiere und Süssigkeiten flogen aufs Eis.

Viele der jungen Sportlerinnen nannten grosse Namen ihr Vorbild, erfolgreiche russische Läuferinnen etwa, aber vor allem Sarah Meier. So auch die 8-jährige Zoe aus Wil im Kanton Zürich.

«Ich habe sogar ein Autogramm von ihr auf den Schlittschuhen», erklärte sie und zeigte es stolz her. Ein ganz fassbares Idol hat Lena.

«Ich bewundere Tara, eine Trainingskollegin von mir», erklärte die 8-jährige Baslerin. Für ihren Traum, einmal so gut zu fahren wie ihre Vorbilder, nehmen die jungen Sportlerinnen viel auf sich und trainieren drei bis fünf Mal pro Woche.

«Sie geht immer gerne ins Training, auch wenn ihre Freundinnen etwas anderes machen», erklärte die Mutter der 9-jährigen Iris aus Luzern.

Auch die Mütter selbst bringen viele Opfer für die Freizeitbeschäftigung ihrer Kinder. Mehrmals pro Woche begleiten sie den Nachwuchs in die kalte Eishalle und motivieren sie an den Wettkämpfen. «Für die eigene Tochter macht man das doch gerne», sagten die Mütter übereinstimmend.

Den Aarauer Cup für den Eiskunstlauf-Nachwuchs gibt es seit vielen Jahren. Sogar einige der Trainerinnen hatten in ihrer Jugend auf der Keba Wettkämpfe bestritten und kehrten am Samstag mit nostalgischen Gefühlen zurück.

Zwar gebe es viele Möglichkeiten, sich sportlich mit anderen zu messen, sagte Michael Schön, Präsident des Eislaufclubs Aarau.

«Doch der Aarauer Cup ist für unsere Läuferinnen besonders wichtig, weil ihnen hier auch das Gotti, Geschwister und Freundinnen zuschauen können.»

Auch die neunjährige Elisa aus Oberentfelden konnte vor heimischen Publikum starten und erreichte sogar den dritten Platz in ihrer Kategorie. «Am besten gelingt mir die Kreuzpirouette», sagte sie.

Stürze findet sie nicht so schlimm. «Meistens fällt man ja auf die Hände, dann tut es nicht so weh.» Katya aus Birmenstorf sieht das ähnlich: «Hinfallen und blaue Flecken gehören dazu», meinte die 9-Jährige. Dafür geniesse sie einen anderen Vorzug ihres Sports. «Man kann ganz leicht übers Eis gleiten und muss fast gar nichts machen, um vorwärtszukommen.»