Aarau
Nach der Brücke soll auch der Veloweg gebaut werden

Der Radweg nach der Brücke über die Gais-Unterführung folgt pünktlich auf den Brückenbau. Die direkte Routenführung durchs Torfeld Nord ist aber noch immer unsicher.

Sabine Kuster
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Veloweg (grün) vom Bahnhof über die neue Brücke (rot) Richtung Buchs und Rohr.

Veloweg (grün) vom Bahnhof über die neue Brücke (rot) Richtung Buchs und Rohr.

Grafik: Barbara Adank

Im Januar lag das Baugesuch für die Velo- und Fussgängerbrücke vom Bahnhof Aarau zum Torfeld Nord auf, welche noch diesen Sommer realisiert werden soll. Nun folgt die Projektausschreibung für den Veloweg, der an die Brücke anschliesst.

Mit dem Bau soll im November begonnen werden, die Fertigstellung ist für März 2016 geplant. Der Radweg führt nach dem Zeughaus scharf nach links auf die Rohrerstasse. Dieses Stück Strasse besteht bereits, es soll lediglich eine separate Radwegmarkierung angebracht werden.

Zeitpunkt für zweite Etappe noch nicht klar

Dies ist nur der provisorische Verlauf. Geplant ist, dass der Radweg in direkter Linie durchs Industriequartier Richtung Buchs führt. Da ein Eigentümer einer Parzelle jedoch nicht mit dem Routenverlauf einverstanden war, plant die Stadt vorerst den Abzweiger zur Rohrerstrasse. Für die zweite Etappe hat die Stadt nun eine neue Variante ausgearbeitet. Die genaue Linienführung muss mit den Landeigentümern und den dortigen Firmen noch im Detail geklärt werden, weshalb noch nicht klar ist, wann der direkte Radweg fertig gebaut werden kann.

Am Ende soll er einerseits vor dem Cargo-Service-Center auf die Rohrerstrasse führen, andererseits zur Passerelle abzweigen, welche über die Geleise zum Stadion gebaut werden soll. Gegen die Baubewilligung dieser Brücke für Fussgänger und Velofahrer ist im Juli letzten Jahres eine Einsprache eingegangen. Die Verhandlungen laufen noch, seien jedoch auf gutem Weg, wie Stadtbaumester Felix Fuchs sagt.

Kosten von 322 000 Franken

Die erste Brücke, die vom Bahnhof weg via Unterführung Gais nach Buchs führt, kann termingerecht gebaut werden, da es keine Einsprachen gab. Die Beleuchtung übernimmt die IBAarau. Das Aarauer Energieunternehmen installiert entlang des Radwegs auch neue Fernwärmeleitungen, dies jedoch schon dieses Jahr. Die IBAarau hat im Torfeld Nord eine ihrer Fernwärme-/Fernkältezentralen gebaut. Die Fernwärmeleitungen werden möglichst nahe der Geleise verlegt, um den Werkleitungen genügend Platz zu lassen.

Entlang des Radwegs gibt es laut der Umweltfachstelle der Stadt Aarau ein «bedeutendes Eidechsenvorkommen». Die Stadt will nun überprüfen, ob die Eidechsenstandorte tangiert werden und ob allenfalls Ersatzmassnahmen getroffen werden müssen.

Der Kostenvoranschlag des Planungsbüros Gähler Partner und Bänziger Partner beläuft sich inklusive Rodungen und Entsorgung von Neophyten sowie späterer Signalisation auf total 322 000 Franken.