Hirschthal

Nach Batteriebrand: Wer zahlt den Schaden?

Wer zahlt den Schaden? (Symbolbild)

Wer zahlt den Schaden? (Symbolbild)

Der Brand vom Donnerstag ist wahrscheinlich beim Aufladen einer Batterie ausgebrochen. Feuerwehr und Versicherung raten, den Ladevorgang zu überwachen.

Am vergangenen Donnerstagabend bemerkten die Bewohner eines Zweifamilienhauses an der Hauptstrasse in Hirschthal starken Qualm, der aus der Nachbarwohnung drang. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, verletzt wurde niemand. Der Bewohner der Wohnung war zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause.

Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand beim Laden von Batterien aus.

Prinzip der Verhältnismässigkeit

Die Versicherung kommt grundsätzlich für Brandschäden auf. Bei Batteriebränden stellt sich aber die Frage des Eigenverschuldens. Laut Christina Troglia, Generalsekretärin der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV), werden Brandschäden, die durch das Aufladen von Batterien verursacht wurden, grundsätzlich von der Versicherung gedeckt, wenn der Ladevorgang sachgemäss erfolgte.

Es werde jedoch jeder Fall einzeln geprüft. Dabei werden die konkreten Umstände des Brandausbruchs untersucht, um festzustellen, ob der Versicherte fahrlässig gehandelt hat und somit ein Eigenverschulden vorliegt.

In vielen Bedienungsanleitungen von batteriebetriebenen Geräten heisst es, man solle den Akku nur unter Aufsicht laden. Muss man also permanent neben dem Gerät sitzen und es beim Aufladen überwachen? «Nein», sagt Christina Troglia. Bei der Untersuchung der Umstände des Brandausbruchs zähle vor allem die Verhältnismässigkeit. Natürlich könne man den Ladevorgang nicht permanent überwachen.

Brandrisiko minimieren

Es gibt jedoch einige Dinge, die man beim Laden des Akkus beachten muss, um das Brandrisiko zu minimieren. Laut Joe Habermacher, Präsident des Aargauischen Feuerwehrverbandes, soll man auf die Warnhinweise in der Bedienungsanleitung achten und den Ladeprozess so gut wie möglich überwachen.

Ausserdem solle man seine batteriebetriebenen Geräte nicht auf brennbaren Flächen laden und die Geräte ausstecken, wenn man die Wohnung verlässt. Die Brandfälle durch Batterien haben laut Habermacher in den letzten Jahren leicht zugenommen.

Die Ermittlung der Brandursache von Hirschthal läuft noch, wie die Kantonspolizei Aargau auf Anfrage mitteilt. Das Untergeschoss der Wohnung ist laut dem zuständigen Feuerwehr-Kommandanten, Roland Rolli von der Regiowehr Suhrental, aufgrund von Rauch- und Russschäden vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken.

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