Die Ehrung der besten Spieler im Eishockeymatch der Argovia Stars gegen den EC Wil, den die Aargauer am Samstagabend mit 0:3 verloren, war gerade fertig, da ging in der Kunsteisbahn Keba das Licht aus. «Wer weiss denn, wo der Lichtschalter ist?», fragte der Speaker und gab gleich selbst die Antwort: «Heinz Zaugg.» Schliesslich ist der Suhrer Präsident der Keba Region Aarau AG und seit 25 Jahren eng mit der Kunsteisbahn verbunden.

Zaugg, der das letzte Drittel des Spiels auf der Tribüne mitverfolgt hatte, durfte zuschauen, wie Eiskunstläuferinnen mit Farbe «Danke Heinz» aufs Eis malten, und betrat danach unter grossem Applaus der Zuschauer und dem Stockklopfen der Eishockeyspieler den roten Teppich auf dem Eisfeld. «Heinz ist der Hauptverantwortliche für diese Halle und dafür, dass wir hier Eishockey spielen können», erklärte Ralph Werder, Zauggs designierter Nachfolger für das Präsidentenamt. Später, beim Apéro, durfte Heinz Zaugg noch mehr Geschenke entgegennehmen und Hände schütteln, denn «Mr. Keba» tritt nach 25 Jahren ab.

Der Eissport begleitet den 74-Jährigen schon sein ganzes Leben. In Bern spielte er Eishockey, kam später aus beruflichen Gründen nach Suhr und stand für den damaligen SC Aarau im Tor. Danach engagierte er sich als Nachwuchstrainer.

Einstieg als Finanzchef

Als im Jahr 1993 die damalige Genossenschaft Kunsteisbahn Aarau finanziell ins Schlittern geriet, suchte man einen verlässlichen Finanzfachmann und fand ihn in der Person von Heinz Zaugg, der im Treuhandbereich tätig war. «Als Erstes sorgten wir dafür, dass die Eismeister gelernte Handwerker waren», berichtete Zaugg. «Dadurch konnten wir viel sparen, weil sie die meisten Unterhaltsarbeiten selbst erledigen konnten.» Zaugg führte die Keba-Finanzen wieder in den grünen Bereich, wo sie bis jetzt geblieben sind. «Wir konnten immer alles selbst finanzieren und mussten nie zusätzliche Zuschüsse verlangen», erzählte er zufrieden.

2002 wurde Heinz Zaugg Präsident der Genossenschaft Kunsteisbahn Aarau, die 2016 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. «Er hat viel geleistet, war ein ruhiges und analysierendes Mitglied. Vor allem waren ihm die sozialen Aspekte wichtig, zum Beispiel ein gutes Verhältnis zum Personal», erzählte Ulrich Kähr, ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung der Genossenschaft.

Zeit für Garten und Skifahren

Jetzt gibt Zaugg das Präsidentenamt ab. In Zukunft will er wieder häufiger Ski fahren gehen und freut sich, mehr Zeit für sein Grosskind zu haben. Zudem will er seiner Frau im Garten einige Arbeiten abnehmen. «Ich habe eine tolle Frau», sagte er. «Sie hatte immer Verständnis für mein Engagement für die Keba.»

Weiterhin wird man Heinz Zaugg aber auch in der Keba antreffen, zum Beispiel beim Eishockeyspielen mit Kollegen. Trotz der Probleme, welche die Keba in nächster Zeit noch lösen muss, sagte Zaugg: «Ich bin zuversichtlich für die Zukunft.» Dies auch im Hinblick auf seinen Nachfolger Ralph Werder, denn der abtretende Präsident erklärt: «Ich habe immer Nachfolger gesucht, die stärker waren als ich. So auch hier.»