Aarau

Nach 210 Jahren: Kantonales Zeughaus schliesst definitiv

Das Zeughaus Aarau befindet sich ab November nicht mehr hier. (Archiv)

Das Zeughaus Aarau befindet sich ab November nicht mehr hier. (Archiv)

Die Geschichte des kantonalen Zeughauses «Rössligut» in Aarau endet im Dezember 2014. Waffenplatz mit Kaserne bleiben erhalten. Bereits Ende Oktober schliesst die Retablierungsstelle im Zeughaus.

Ab November 2014 können Aargauer Armee-Angehörige ihre persönliche Ausrüstung einzig im Armeelogistikcenter Othmarsingen retablieren. Ab Januar 2015 werden die logistischen Leistungen für die Armee im Kanton Aargau ausschliesslich durch das Armeelogistikcenter Othmarsingen erbracht. Das teilt die Staatskanzlei des Kantons Aargau am Donnerstag mit.

Die bisherige Retablierungsstelle Aarau werde deshalb ihren Betrieb einstellen. Bis zum Jahresende übernimmt das Armeelogistikcenter Othmarsingen etappenweise auch die weiteren Logistikdienstleistungen des Aarauer Zeughauses.

Raum für Departement Gesundheit und Soziales

Damit endet am in Aarau eine 210-jährige Zeughausgeschichte. Das kantonale Zeughausgebäude soll in den nächsten Jahren Hauptstandort des Departements Gesundheit und Soziales (DGS) werden und muss dafür für 15 Millionen Franken umgebaut werden. 2019 soll das Departement Gesundheit und Soziales mit 200 Mitarbeitern einziehen. 

Die Schliessung der Retablierungsstelle sei ein erster Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der neuen Standortstrategie der aargauischen Zentralverwaltung. 

Waffenplatz und Kaserne bleiben erhalten

Der Kanton Aargau werde weiterhin den Waffenplatz Aarau mit der Kaserne Aarau, dem Schiessplatz Gehren und der Ortskampfanlage Eiken betreiben.

Der Betrieb des Waffenplatzes Aarau wird auf den 1. Januar 2015 mit dem Kreiskommando zur neuen Sektion Kreiskommando und Waffenplatz zusammengelegt. Geführt wird diese neu gebildete Organisationseinheit durch den Kreiskommandanten, Oberst Rolf Stäuble.

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