Weltenbummler
Nach 12'000 Kilometern scheitert es am Bart – ein chinesisches Visum bekommt man nur rasiert

12000 Kilometer sind die Aarauer Rita Rüttimann und Guido Huwiler pedalt – kommt jetzt der Richtungswechsel?

Katja Schlegel
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Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt
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Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt Über Stock und Stein über den Pamir-Highway mit fünf Viertausender-Pässen.
Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt Tierische Begegnung in Kirgistan. Die Männer hoch zu Ross fragten nach Zigaretten und Wodka.
Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt. Gestartet sind sie im Februar 2017 in Aarau, Ziel im Februar 2018 sind die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Eben haben sie den Pamir-Highway passiert.
Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt. Gestartet sind sie im Februar 2017 in Aarau, Ziel im Februar 2018 sind die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Eben haben sie den Pamir-Highway passiert.
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Guido Huwiler und Rita Rüttimann pedalen um die Welt

Guido Huwiler

Plötzlich war da diese Staubwolke am Horizont. Mitten im Nirgendwo, mitten in dieser Wildwest-Romantik mit zirpenden Grillen und weidenden Schafen, mit dem Plätschern des Baches, dem Rauschen der Blätter am einzigen Baum weit und breit. Diese Staubwolke, dazu wildes Hufgetrappel. Drei Reiter kamen im gestreckten Galopp auf das Lager zu, Hunde sprangen kläffend hinterher, einer der Reiter trug an einer Gurte über der Schulter ein Gewehr – und Rita Rüttimann rutschte das Herz etwas tiefer.

«Da geht einem alles Mögliche durch den Kopf», sagt Rita Rüttimann, und ein paar Wochen später kann sie lauthals darüber lachen. Die Reiter wollten die Schweizer Weltenbummler weder überfallen noch von ihrem Lagerplatz vertreiben. «Sie haben uns einfach nur die Hände geschüttelt und uns gefragt, wie es uns geht und woher wir kommen.» Später hätten sie um eine Zigarette gebeten, und um einen Schluck Wodka. Doch als die beiden Aarauer die Köpfe schüttelten und erklärten, dass sie mit dem Velo reisen und deshalb weder Zigaretten noch Alkohol dabei hätten, ritten die Männer los, mitten in den Sonnenuntergang.

Kein Eintritt auf der Botschaft

Das war irgendwo in Kirgistan. Jetzt sitzen Rita Rüttimann (57) und Guido Huwiler (55) in einem Hostel in Almaty, einer Millionenstadt in Kasachstan, eben zurückgekehrt von einer 900-Kilometer-Zusatzschlaufe über die kasachische Hauptstadt Astana, die so nicht geplant war. Das Problem: Es hapert mit den China-Visa. Guido Huwiler streicht sich über den Spitzbart, der ihm bereits bis gut auf die Brust reicht. Ein prächtiger Bart. Und genau der ist das Problem. Auf der chinesischen Botschaft hat man ihm deshalb den Eintritt verwehrt. Ohne rasiertes Kinn kommt er nicht rein. Und da gibt es für Guido Huwiler nichts zu diskutieren.

Auf nach Südkorea

Im Februar 2017 haben die Aarauer Rita Rüttimann und Guido Huwiler ihre alten Leben als Berufsberaterin und Architekt gegen das grosse Abenteuer eingetauscht und sind aufgebrochen. Seither haben sie 12 000 Kilometer und 100 000 Höhenmeter zurückgelegt. Ihr Ziel für Februar 2018: Die Olympischen Spiele in Südkorea, wo Guidos Sohn Mischa Gasser in der Ski-Freestyle-Kategorie Aerials startet. Alle paar Monate berichtet die AZ darüber, was die beiden unterwegs erleben (zuletzt am 15.6.). Begleiten kann man die beiden auf dem Blog ausgebuext.com oder auf Facebook unter «ausgebüxt».

Deshalb sind die beiden nochmals nach Astana gefahren, um da übers Konsulat die Visa zu beantragen. «Plan B», sagt Guido und grinst schief. Doch auch in Astana wurde ihm der Zutritt verwehrt. Jetzt kommt wohl Plan C zum Tragen, jetzt lassen sie China links liegen und fliegen nach Kuala Lumpur, in die Hauptstadt Malaysias. Ein ungemütlicher Moment, ein unschönes Gefühl, durch Behördenwillkür ausgebremst zu werden. «Das gehört zum Reisen dazu», sagt Guido Huwiler. So rasch lassen sich die beiden nicht aus der Bahn werfen.

Aarauer Weltenbummler auf dem Weg nach Südkorea
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 Wenn es geht, übernachten die Weltenbummler im Zelt.
 Felder, so weit das Auge blickt.
 Ein überwältigendes Gefühl von Freiheit - so bezeichnet Guido Huwiler das Reisen auf zwei Rädern.
 Im März war es noch so kalt, dass sich über Nacht eine dünne Eisschicht über das Material gelegt hatte.
 Das Kloster Tatew im Süden Armeniens.
 Tehran naht - eine Strassentafel vor Tiflis, Georgien.
 Guido Huwiler und Rita Rüttimann wollen im Winter in Südkorea ankommen, rechtzeitig zu den Olympischen Winterspielen.
 Seit vier Monaten sind sie unterwegs, eben haben sie die 7000-Kilometer-Grenze geknackt.
 Rita Rüttimann vor dem "Ufo" von Bulgarien.
 Hunde können stressen, Schweine sind hingegen gern gesehene Zuschauer am Strassenrand (Marand, Iran).
 Impression aus dem Iran.
 Seit Februar sind Rita Rüttimann Huwiler und Guido Huwiler unterwegs.
 Bis zu zehn Stunden am Tag sitzen Guido und Rita auf dem Velo. Die Entschädigung: Aussichten wie diese.
 Angst haben die beiden beim Velofahren nicht. Der Verkehr sei viel angenehmer als in der Schweiz.

Aarauer Weltenbummler auf dem Weg nach Südkorea

Guido Huwiler

Die Schlüsselstelle, die haben die beiden geknackt. Mit dem Passieren des Pamir-Highways, der zweithöchst gelegenen befestigten Fernstrasse der Welt, über fünf Viertausender-Pässe. Streckenweise ein schwieriger Weg, schlecht oder gar nicht asphaltiert. «Man fährt kilometerweit über Sand und Geröll, immer wieder kommen steile Rampen dazu. Es ist, als würde man auf Wellblech fahren», sagt Guido Huwiler. Bergauf nur Schritttempo oder schieben, selbst talwärts nie schneller als mit zwölf Stundenkilometern. Und das zwei Monate lang, über 1200 Kilometer weit.

Eine Schinderei, könnte man meinen. Doch die beiden Abenteurer widersprechen. Kein Verkehr, nur grad drei, vier Autos pro Stunde, weit und breit nichts. «Nur wir allein in einer gewaltigen Landschaft, dazwischen Pferdeherden, ab und zu eine Jurte», sagt Guido Huwiler. «Und alles in eine absolute Stille getaucht.» So still sei es gewesen, dass sie wohl die Angst gepackt hätte, wäre sie alleine gewesen, sagt Rita. «Mal ein Vogelgezwitscher, mal ein galoppierendes Pferd – mehr war nicht zu hören.» Eine Stille, eine Weite und Einsamkeit, die sie in ihrer ganzen gewaltigen Schönheit erfüllt hat. Überfüllt hat. «Wir brauchen mehr Pausen als zu Beginn», sagt Guido Huwiler. «Es macht sich nach all diesen Eindrücken eine Erschöpfung breit.»

Dank der Gastfreundschaft der einheimischen Nomaden hat es den beiden in den letzten Wochen in der Einsamkeit an nichts gefehlt. Wohl habe es gehapert mit der Sprache, Russisch sprechen die beiden nur ein paar Brocken und die Einheimischen kein Englisch. «Aber verstanden haben wir uns immer», sagt Rita Rüttimann, mehr als einmal habe sie einfach Schweizerdeutsch geschwatzt mit den Frauen – und dabei Tränen gelacht. «Diesen Nomaden sind eine Gastfreundschaft und eine Herzlichkeit eigen, die uns Schweizern fremd sind», sagt Guido. Oft bekommen sie Geschenke; nach einer Übernachtung in der Jurte einen handbestickten Kissenbezug, von Fremden nach der Frage für den Weg zum Bahnhof zwei Tafeln Schokolade. «Einfach so. In der Schweiz wäre das unvorstellbar.»

Nur vom Essen haben sie genug

Mit dem Überqueren des Pamir-Gebirges haben Guido Huwiler und Rita Rüttimann ein wichtiges Stück geschafft. Eines, das ihnen nicht nur viel genommen, sondern noch mehr gegeben hat. Etwas, das sie bei allen Strapazen und Anstrengungen nicht missen wollen. Mit einer Ausnahme: «Ich kann das fettige Essen nicht mehr sehen», sagt Rita und lacht. Spiegeleier, Brot, Reis, morgens, mittags, abends, alles mit viel Fett zubereitet, dazu immer Gurken und Tomaten. Aber das ist jetzt vergessen, dafür seien ja Millionenstädte auch gut, meint Rita: «Man findet garantiert ein Restaurant mit einem guten Stück Fleisch und Pommes frites auf der Menu-Karte. Und viel Ketchup.»