Küttigen
Nach 10 Jahren Planung: Feuerwehr und Werkhof zügeln

Weil ihr Domizil umgebaut wird, erhalten die beiden Abteilungen "Feuerwehr" und "Werkhof" neue Standorte

Nadja Rohner
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Von der Staffeleggstrasse her sieht man den Bauplatz des Erweiterungsbaus gut. Rechts ist das Feuerwehrmagazin. NRO

Von der Staffeleggstrasse her sieht man den Bauplatz des Erweiterungsbaus gut. Rechts ist das Feuerwehrmagazin. NRO

Nadja Rohner

Das Feuerwehr- und Werkhofgebäude an der Staffeleggstrasse ist in die Jahre gekommen. Ausserdem ist es viel zu klein. Deshalb wird es nun saniert und erweitert. Die Arbeiten haben bereits im vergangenen Herbst begonnen. Das Untergeschoss des Erweiterungsbaus ist erstellt. Über den Winter ruhten die Arbeiten, nun geht es mit Abbruch- und Rückbauarbeiten im Untergeschoss und im Erdgeschoss weiter.

«In der Zwischenzeit konnten die Planungsarbeiten – beispielsweise die Vergaben – grossmehrheitlich erledigt werden, sodass wir den Zeitplan bis zur Einweihung im November einhalten können sollten», sagt der zuständige Gemeinderat, Tobias Leuthard (SP). Auch finanziell sei man auf Kurs.

Werkhof und Feuerwehr zügeln

Weil der Bau während des laufenden Betriebs nicht möglich ist, müssen die Nutzer jetzt ausziehen. In den nächsten Monaten wird der Werkhof auf dem Areal der Multisammelstelle (Staffeleggstrasse) stationiert sein. Das Feuerwehrmagazin zügelt vorübergehend an die Benkenstrasse 29 (Halle der Wesuro AG, vormals Gebr. Wehrli Holzbau GmbH). An beiden Standorten werde bis im Herbst 2017 vermehrt mit Verkehrs- und Lärmemissionen zu rechnen sein, teilt die Gemeinde mit. «Der Betrieb von Feuerwehr und Bauamt wird durch diese temporären Standortverschiebungen nur am Rande tangiert und die Einsatzbereitschaft wird jederzeit gewährleistet sein.»

«Die Erweiterung des Werkhofes ist zwingend notwendig, um den Raumbedarf für die vielfältigen Arbeitsabläufe sowie für den gewachsenen Fahrzeug-, Material- und Personalbestand zu gewährleisten», sagt Tobias Leuthard. «Auch die Feuerwehr nutzt die Erweiterung zur Verbesserung der Betriebsabläufe. So können die breiteren und schwereren Fahrzeuge im Erweiterungsbau parkiert werden, in welchem die statischen Bedingungen den Anforderungen der schwereren Fahrzeuge genügen.» Auch die Raumaufteilung wird optimiert. Zudem gibt es einen neuen Schulungsraum, der so erschlossen ist, dass er auch extern vermietet werden könnte. Das Gebäude erhält eine neue Fassade, ein Flachdach (das eine Photovoltaikanlage tragen kann), eine sanierte Heizungsanlage sowie Sanitär- und Elektroinstallationen.

Seit über 10 Jahren geplant

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Gemeinderat Tobias Leuthard hat es einst als «Leiche im Keller des Immobilienportefeuilles unserer Gemeinde» bezeichnet. Denn schon 2006 war klar, dass Werkhof und Feuerwehrmagazin dringend saniert werden müssen. Aus finanziellen Gründen wurde das Projekt aber zurückgestellt – ausserdem entschied der Gemeinderat, erst zu prüfen, ob eine Fusion der Feuerwehr Küttigen mit der Feuerwehr Aarau Sinn machen würde.

Davon kam man aber 2010 wieder ab, weil so Mehrkosten entstehen würden. Im selben Jahr stellte man nach einer Bedarfserhebung fest, dass es mit einer Sanierung von Werkhof und Feuerwehrmagazin alleine nicht getan sein würde. Eine Erweiterung sei unumgänglich. Die Wintergmeind 2013 bewilligte einen entsprechenden Projektierungskredit (130 000 Franken), die Wintergmeind 2014 einen Baukredit über 3,475 Mio. Franken für das Projekt des Einheimischen Architekturbüros Affentranger. Nach einem eher langwierigen Bewilligungsverfahren lag die Erlaubnis zum Bau Anfang 2016 vor.

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