Schul-Taxi
Müssen die Jüngsten bald mit dem Bus zur Schule fahren?

Nicht in jedem Aarauer Primarschulhaus gibt es eine Einschulungsklasse. Dieses Jahr wird nur im Aareschulhaus und in der Telli eine geführt. Dabei steht vor allem die Frage des Transports im Vordergrund.

Sabine Kuster
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Ein Taxi-Chauffeur holt die Schüler der Einschulungsklasse im Aareschulhaus ab und bringt sie in ihr Wohnquartier zum Gönhardschulhaus.

Ein Taxi-Chauffeur holt die Schüler der Einschulungsklasse im Aareschulhaus ab und bringt sie in ihr Wohnquartier zum Gönhardschulhaus.

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Deshalb werden die sieben Schüler aus dem Gönhard, welche für die 1.Klasse noch nicht reif genug sind, täglich mit einem Taxi in die Telli und das Aareschulhaus chauffiert. Ein Fahrer des Aare + Piccolo Taxi Aarau holt die Schüler morgens vor dem Gönhardschulhaus ab und bringt sie am Mittag wieder dorthin zurück.

Unpopulärer Sparvorschlag

Der Stadtrat will dieses Taxi nun streichen und damit rund 30000 Franken sparen - der Spardruck fürs Budget 2012 lastet auch auf der Schule Aarau. Dieser Sparvorschlag ist jedoch höchst unpopulär, wie auch aus einem Leserbrief hervorgeht. Die Kindergärtnerin und ehemalige Einwohnerrätin Susanne Klaus und die Fachlehrerin Deutsch als Zusatz und ehemalige Schulpflegerin Monika Koch schreiben darin: «Dass die 6-, 7- und 8-jährigen Kinder den Weg nicht allein mit dem Bus zurücklegen können, versteht sich von selbst.»

Doch genau dies wäre dem Stadtrat als Alternative vorgeschwebt. Das Jahresabonnement für den Bus hätte die Stadt zur Verfügung gestellt. Oder aber die Eltern hätten einspringen müssen und die Kinder abwechselnd ins Telli- und Aareschulhaus chauffieren müssen.
Die Schulpflege wehrte sich ge-gen diese Sparmassnahme und forderte, den Taxidienst für diese entwicklungsmässig jüngsten Schüler beizubehalten. Nun entscheidet der Einwohnerrat an seiner Sitzung am 12.Dezember darüber.

Gute Chancen für Beibehaltung

«Als Ressortvertreter Schule wäre es die Aufgabe von Stadtrat Lukas Pfisterer gewesen, sich für das Taxi starkzumachen», finden die beiden Leserbriefschreiberinnen Koch und Klaus. Lukas Pfisterer versucht die Wogen zu glätten: «Nach den Rückmeldungen, welche ich von den Einwohnerräten erhalten habe, sieht es danach aus, als ob der Einwohnerrat dem Antrag der Schulpflege folgen wird.»

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