Aarau

Musikschul-Reglement: «Undemokratisch und unfair»

Streicherinnen und Streicher der Musikschule Aarau spielen gemeinsam im Orchester.

Streicherinnen und Streicher der Musikschule Aarau spielen gemeinsam im Orchester.

Der Einwohnerrat zeigte sich am Montagabend äusserst kritisch gegenüber der Vorlage zur Revision des Musikschul-Reglementes. Vorwürfe musste vor allem der zuständige Stadtrat Lukas Pfisterer einstecken.

Die Revision des Reglementes hatte der Stadtrat beantragt, weil er das Reglement an die Organisationsform geleitete Schulen, wie sie Aarau seit 2005 kennt, anpassen wollte. Mit der Revision sollte nicht nur der Musikunterricht auf zusätzliche Instrumente ausgedehnt sondern auch die Altersstufen ausgeweitet werden. Bereits ab Kindergarten und bis zum Ende der Sekundarstufe II könnten Musikschüler künftig den Unterricht besuchen. Ferner sollten die Anstellungsbedingungen der Musiklehrpersonen verbessert werden.

Die SP allerdings beantragte Rückweisung der Vorlage zur Revision des Musikschul-Reglementes. Nicht ausgereift, lautete der Vorwurf von Fraktionssprecherin Franziska Graf. Schlecht gewählt sei wegen der aktuellen Verhandlungen zwischen der Kreisschule Buchs-Rohr und den Schulen Aarau auch der jetzige Zeitpunkt.

Die SVP plädierte deswegen sogar für Nicht-Eintreten. Begründung: Der künftige Vertragspartner (Kreisschule Buchs-Rohr) könne nicht mitreden. «Diese Revision ist unfair, undemokratisch und zum heutigen Zeitpunkt nicht zwingend nötig», sagte Heinz Suter.

Dem hielt Lukas Häusermann (CVP) entgegen, dass ein Reglement immer wieder neuen Umständen angepasst werden müsse. Und der zuständige Stadtrat Lukas Pfisterer meinte, Nicht-Eintreten verhindere eine Anpassung des Reglements an die Organisationsform geleitete Schulen, sowie eine Verbesserung der Anstellungsbedingungen der Lehrpersonen. Es sei auch nicht möglich, den Unterricht auf weitere Altersstufen auszudehnen.

Der Antrag Nichteintreten wurde in der Folge mit 36 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Dem Rückweisungsantrag der SP hingegen «zur gründlichen Überarbeitung und das schnellstmöglich», stimmte das Parlament mit 34 Ja zu 14 Nein zu. (HHS)

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