Aarau

«Musig i de Altstadt»: Ausgabe für Perlentaucher – auf ganz grosse Namen wird verzichtet

Dieses Wochenende spielen über 40 Bands in der Aarauer Altstadt. Doch grosse Acts wie letztes Jahr mit Lo & Leduc wird es nicht geben: Die Organisatoren laden ein, Neues zu entdecken.

Mitsingen wird schwierig. Aber tanzen; das geht von allein. Mit Altin Gün stehen diesen Freitagabend sechs türkisch-singende Holländer auf der Hauptbühne von «Musig i de Altstadt». Eine Band, die mit ihrem Retro-Psych-Rock gerade die Welt erobert und in Aarau ein Exklusiv-Konzert gibt.

Eine Perle, eine Entdeckung. In bester MidA-Manier eben. Die ganz grossen Namen sucht man dieses Jahr vergeblich. «Dass das Publikum die Hälfte der Bandnamen noch nie gehört hat, ist gewollt», sagt Luca Schaffer, Medienverantwortlicher im Kern-OK (nebst Céleste Urech, Christian Senn, Thomas Garcia und Oliver Dredge). «Wir wollen nicht mit grossen Namen Rekorde brechen. Am MidA soll man Neues entdecken», so Schaffer.

Und Neues aus allen Genres gibt es auf der Programmliste einiges, gespickt mit Bekanntem wie beispielsweise «Yokko» (Hauptact am Samstag), «Carrousel», «King Pepe & The Queens» oder den Aarauer Lokalmatadoren «Salut les Copains». Insgesamt spielen über 40 Acts auf 19 Bühnen; von der Hauptbühne auf dem Schlossplatz über die Waldmeierbühne am Graben, die Stadtbühnen in den Gassen und den Gastrobetrieben, in vier Altstadtläden, dem Kellergewölbe des Boiler-Clubs und sogar der Stadtkirche, in der nun erstmals eine Band auftritt. Fixer Teil ist auch die Bühne in der Kronengasse, wo sich Musiker entweder für einen Auftritt auf der Open-Stage-Bühne einschreiben oder jamen können.

Impression von Musig i de Altstadt 2018:

Keine Wiederholung von «Lo&Leduc»-Ansturm

Eines wird sich dieses Jahr nicht wiederholen: Der Grossaufmarsch, für den die Überflieger Lo&Leduc auf dem Schlossplatz gesorgt hatten. «Wir hatten Bands von dieser Grössenordnung auf dem Tisch», sagt Programmleiter Thomas Garcia. Aber das OK habe sich bewusst gegen sie entschieden. «Letztes Jahr stellten Lo&Leduc alles andere in den Schatten. Das MidA aber besteht nicht aus einem Act, sondern aus über 40 Bands.»

Der gewaltige Besucherandrang aber war lehrreich. Der Schlossplatz wird dieses Jahr besser beschallt, das Technik-Zelt verschoben und die Bar anders angeordnet. Verschoben werden auch die WC-Wagen, und zwar neben die Stadtbibliothek (der Graben wird am Freitag- und Samstagabend ab 19 Uhr für sämtlichen Verkehr gesperrt) und zur Markthalle. Letztere wird noch vermehrt zum Herzstück des Festivals; mit Infostand, Bars und Sitzgelegenheiten sowie den Food- ständen davor.

6000 Festival-Pins sollen unters Volk

Mehr Festivalcharakter, dazu mehr Infrastruktur, mehr Auslagen für die Sicherheit, das alles kostet. Das MidA aber ist und bleibt kostenlos, wobei der Kauf des Festival-Pins (10 Franken) Ehrensache ist. 6000 Pins hat das OK bestellt und die sollen auch verkauft werden. So viele, wie noch nie zuvor. «Wir werden den Verkauf dieses Jahr forcieren», sagt Schaffer. Erhältlich sein werden die Abzeichen an den Eingängen zur Altstadt, am Infostand und bei den Verkaufsteams, die in den Gassen unterwegs sind.

Wie in den Vorjahren rechnet das OK mit 12'000 bis 14'000 Besuchern. Insgesamt werden 200 Helferinnen und Helfer im Einsatz stehen, grösstenteils ehrenamtlich.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1