Verkehr
Muhen bekommt zusätzliche Auto-Fahrbahnen

Fahrbahnen sollen für die Gemeinde Muhen verbreitert und mit zusätzlichen Einspurstrecken versehen werden. Das Projekt soll rund eine halbe Million Franken kosten.

Hubert Keller
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Blick über den Knoten Hard Richtung Muhen: Von Kölliken her werden nach dem Ausbau zwei Spuren Richtung Aarau führen. Kel Blick über den Knoten Hard Richtung Muhen: Von Kölliken her werden nach dem Ausbau zwei Spuren Richtung Aarau führen. Kel

Blick über den Knoten Hard Richtung Muhen: Von Kölliken her werden nach dem Ausbau zwei Spuren Richtung Aarau führen. Kel Blick über den Knoten Hard Richtung Muhen: Von Kölliken her werden nach dem Ausbau zwei Spuren Richtung Aarau führen. Kel

Der Knoten Hard zwischen Muhen und Kölliken erreicht während der kritischen Stunden am Morgen und am Abend seine Leistungsgrenze beziehungsweise überschreitet sie. Nachdem bei den Ein- und Ausfahrten der Autobahn im vergangenen Jahr Massnahmen zur Leistungssteigerung getroffen worden sind, haben sich die Rückstauprobleme beim Knoten Hard noch verschärft.

Mit kurzfristigen Massnahmen will der Kanton die Probleme der Leistungsfähigkeit entschärfen. Die Fahrbahnen aus Richtung Schöftland, Kölliken und Aarau sollen verbreitert werden, um auf den Einspurstrecken mehr Platz zu schaffen. Nach dem Ausbau fahren die Autofahrer von Kölliken und von Schöftland her auf zwei Spuren zum und über den Knoten Richtung Aarau. Nach der Kreuzung fädeln sie nach dem Reissverschlussprinzip ein.

Projekt einsehbar

Durch eine entsprechende Signalisation soll sichergestellt werden, dass die rechte Spur vorwiegend vom Schwerverkehr genutzt wird, beziehungsweise die linke Spur den Personenwagen, das heisst dem motorisierten Individualverkehr (MIV), vorbehalten bleibt. Das Einfädeln von zwei auf eine Spur beim Ast in Fahrtrichtung Aarau setzt vorausschauendes Fahrverhalten voraus.

Die Spitzenwerte der kritischen Fahrbeziehungen Schöftland–Aarau sowie Kölliken–Aarau betragen 591 beziehungsweise 373 Fahrzeuge pro Stunde. Dank der neuen Spuraufteilung können die Autos speditiver über den Knoten geführt werden. Die Grünphasen bleiben praktisch unverändert.

Gegenwärtig liegt das Projekt in den Gemeinden Muhen und Kölliken öffentlich auf. Kurt Grauwiler, Leiter Verkehrstechnik und Verkehrsmanagement beim Baudepartement des Kantons, geht davon aus, dass im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden kann – vorausgesetzt, dass das Projekt nicht durch Einsprachen verzögert wird.

Die Bauzeit dürfte zweieinhalb bis drei Monate betragen. Da sich die Massnahmen im Wesentlichen auf die Strassenränder beschränken, wird der Verkehr während der Bauarbeiten nicht gross eingeschränkt.

Das Bauvorhaben kostet rund 500000 Franken. Da es auf Land im Eigentum des Kantons realisiert werden könne, sei der Mitteleinsatz relativ bescheiden, erklärt Grauwiler. Ein Kreisel als langfristige Massnahme wäre nicht nur teurer, sondern brauchte auch weitergehende verkehrstechnische Abklärungen.

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