Kleidung, alte Möbel, sogar ein ausrangierter Fernsehapparat – an der Gränicherstrasse im Frohdörfli-Quartier in Suhr stapelt sich der Abfall. «Das regt mich auf», beklagt sich ein Anwohner bei Tele M1. So etwas könne man in der Schweiz doch nicht machen. «Die Leute stellen ihren Abfall einfach hin», berichtet eine andere Anwohnerin. «Es ist eine Sauerei.»

Die illegale Abfall-Deponie an der Gränicherstrasse ist seit Jahren ein Problem. Nicht nur bequeme Quartier-Bewohner deponieren ihr Sperrgut dort. Auch andere nutzen die Gelegenheit, um ihr Sperrgut kostenlos zu entsorgen.

Sogar während die Crew von Tele M1 vor Ort ist, taucht ein Mann aus der Nachbarschaft auf und will hier ein Wandbild entsorgen. Seine Begründung: Er habe das Bild ausgeliehen und bringe es nun zurück.

Kamera-Attrappe wirkte nur kurze Zeit

Die Immobilienverwaltung hat bereits versucht, der wilden Entsorgung Einhalt zu gebieten. Zum einen wurde eine Garage zum geschlossenen Müll-Lagerraum umfunktioniert. Zudem wurde auch eine Überwachungskamera installiert – allerdings nur eine Attrappe, da es sonst mit dem Datenschutz problematisch wird. «Eine Zeitlang funktionierte es», sagt Immobilien-Bewirtschafter Dominik Franzi. Mittlerweile habe es sich aber herumgesprochen, dass die Kamera nicht echt ist. Der Effekt ist verpfufft.

In Zusammenarbeit mit den Behörden wird nun geprüft, ob nicht doch eine richtige Kamera aufgestellt werden kann. «Es geht auch darum, die säumigen Mieter und Drittpersonen, die ihren Müll hier abladen, zu verzeigen», erklärt Franzi. (cze)