Guten Morgen, Aargau. Sie ist ein Energiebündel, hat ein loses Mundwerk, scheint im ewigen Sprüche-Modus zu sein: Dara Masi, Co-Moderatorin der Morgenshow von Radio Argovia. Wer sie je gehört hat, würde nicht glauben, dass sie erst 23 Jahre alt ist.

Aufgewachsen in Suhr, Absolventin der Neuen Kantonsschule Aarau (Fachmittelschule FMS), heute in der Aarauer Altstadt wohnend. Die quirlige Dara machte es zwei Jahre lang mit Oliver Wagner (30).

Gestern hatte Wagner seinen Letzten, ab Montag steht Daniel Studer (40) an ihrer Seite. Ein Mann vom Bau, ursprünglich gelernter Maurer. Mit hörbar Baselbieter Wurzeln. Streng genommen ist er mehr als Dara Masis neuer Morgenshow-Partner: ihr Vorgänger.

Daniel Studer hat eine «Argovia»-Vergangenheit. Er verliess den Sender 2014 – und damit wurde ein Platz frei für die damals 21-jährige Dara. Jawohl, sie wollte schon immer zum «Argovia».

Doch bis es klappte, musste sie ihre Sporen in Zofingen und Luzern abverdienen: ein halbes Jahr Radio Inside, ein Jahr Radio Pilatus.

Los gehts vor vier Uhr nachts

Wer die Morgenshow moderiert, mus früh raus. Arbeitsbeginn ist zwischen drei und vier Uhr nachts. Ab fünf Uhr sind die beiden Moderatoren auf Sendung. Bis zehn Uhr. Am frühen Morgen lustig sein, gute Stimmung verbreiten, die Leute zum Lächeln bringen: Muss man sich da mit Sprüchen aufwärmen?

Nein, sagen Dara Masi und Daniel Studer. «Beim Radio lernt man, auf Knopfdruck parat zu sein», erklärt Daniel Studer. Er begann im Jahr 2000 als Quereinsteiger bei Radio Edelweiss, war später sechs Jahre lang bei «Argovia» ehe er bei «Energy Basel» fremdging und jetzt im «Einstein»-Gebäude in Aarau ein Comeback feiert.

Daras Neuer hat das Radio-Gen: «Ich will nicht Schauspieler oder TV-Star werden, sondern einfach Radio machen.» – «Man würde dich in Hollywood auch nicht nehmen – mit diesem Gesicht», kontert Dara Masi.

Improvisation ist alles. Die Morgenmoderatoren sind weitgehend auf sich alleine gestellt. Sie haben keine eigene Redaktion, nur einen Praktikanten. Sie leben von der Spontanität, vom Gespür, was die Menschen gerade jetzt zum Schmunzeln bringen könnte.

Das optische Markenzeichen von Dara Masi? Auf den ersten Blick das Lippen-Piercing. Sie hat es seit gefühlten fünf Jahren. Seit sie sich beim Schulsport (Eishockey) auf der Kunsteisbahn Aarau (Keba) verletzte und ein Löchchen zurückblieb, das gut beringt werden konnte.

Einblicke auf sozialen Medien

Dara Masi weiss, wie man sich inszeniert. Und sie kennt die Regeln des Geschäfts. Dazu gehören Facebook, Instagram, Snapchat. Sie sagt: «Ich habe keine Hemmungen, etwas von meinem Leben preiszugeben.»

Zum Beispiel Fotos von den Strandferien auf den Bahamas, von der Mafia-Party oder vom Ausgang in Aarau. Wird die «Argovia»-Frau in ihrer Heimat an ihrer Morgenshow-Stimme erkannt? Nur in grossen Ausnahmefällen.

«Wenn, dann erkennen mich die Leute aus den Sozialen Medien», erklärt Dara Masi. Sie hat auf Facebook gut 2000 Follower, ihr Morgenshow-Partner um die 1500: Beide sagen, dass es hier noch Luft nach oben gibt.

Am Montag gehts los: sie 23, er 40. Sie hofft, dass das Doppel «Dara & Studer» unterschiedliche Altersschichten ansprechen wird. Auf «Argovia» ist nicht nur das Moderatoren-Paar neu: Es gibt auch ein Comeback des laut Medienmitteilung «altbewährten Morgenshow-Games»: der 1000er-Frage. Wer innerhalb von fünf Sekunden die richtige Antwort weiss, kann 1000 Franken gewinnen.

Die beiden «Da», Dara Masi und Daniel Studer sind von Montag bis Donnerstag zu hören. Von Freitag bis Sonntag moderiert wie bisher Christian Bisang.