Stadtratswahlen Aarau

Mitte-Links-Lager siegt: «Ein historisches Wahlresultat»

Gabriela Suter, SP-Präsidentin.

Gabriela Suter, SP-Präsidentin.

Gabriela Suter (SP) freut sich über den Wahlerfolg des Mitte-Links-Lagers. Und sie äussert sich zur Frage, wie es mit Silvia Dell’Aquila weitergehen soll, deren Parteimitgliedschaft sistiert ist.

Ihr Hauptwahlziel, die Mitte-Links-Mehrheit im Stadtrat, haben Sie erreicht ...

Gabriela Suter: ... ich bin hocherfreut über dieses historische Resultat. Nachdem 2013 das Stadtpräsidium an die SP ging, folgt nun vier Jahre später auch die Wende der Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat. Die Aarauer Bevölkerung hat damit deutlich gezeigt, dass sie die Politik der Mitte-Links-Parteien unterstützt.

Ihr Kandidat Daniel Siegenthaler sagt, er habe bei den Stadtpräsidentenwahlen besser abgeschnitten als erwartet.

Er hat in Anbetracht der Tatsache, dass es drei Kandidierende gab, davon zwei aus dem Mitte-Links-Lager, ein sensationelles Ergebnis erzielt. Er holte fast gleich viele Stimmen wie der Kandidat des bürgerlichen Lagers. Er ist überparteilich sehr breit akzeptiert und hat ein riesiges Wählerpotenzial, das weit über die Mitte hinaus geht.

Sie sehen demzufolge dem zweiten Wahlgang mit grosser Gelassenheit entgegen.

Wir werden nochmals einen engagierten Wahlkampf führen. Ich bin überzeugt, dass am 26. November Daniel Siegenthaler der neue Stadtpräsident sein wird. Wir haben dann gleichzeitig die Einwohnerratswahlen, an denen unsere 40 Kandidierenden alles dafür geben werden, dass wir auch unser drittes Wahlziel, die zwei zusätzlichen Sitze im Parlament, erreichen.

Sind Sie froh, dass es Silvia Dell’Aquila (SP-Mitgliedschaft zur Zeit sistiert) nicht geschafft hat?

Silvia Dell’Aquila hat privat kandidiert. Ihr fehlten nur 165 Stimmen. Sie hat ein sehr gutes Resultat erreicht, dafür, dass sie ihren Wahlkampf sehr spät gestartet hat. Für die linken Anliegen ist es natürlich schade, dass Silvia Dell’Aquila nicht gewählt wurde. Aber ich habe dieses Resultat erwartet. Wir werden jetzt mit ihr besprechen, wie es mit ihrer sistierten Parteimitgliedschaft weiter geht und ob sie für die nächsten drei Monate in unsere Fraktion zurückkehren wird. (uhg)

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