Zwei Siegerinnen gibt es in Suhr: Zukunft Suhr und Carmen Suter-Frey. Das Mitte-Links-Wahlbündnis stellt wie 2009–2011 die Mehrheit im Gemeinderat – und nun auch den Gemeindepräsidenten. Die bürgerlich-parteilose Carmen Suter-Frey wird Vizegemeindepräsidentin. Zu denken gibt, wie sang- und klanglos ihr Konkurrent von der FDP unterging.

Verlierer sind die FDP und die SVP. Bis auf die Schlappe bei der Vize-Wahl stand dies im Fall der FDP schon fest, als sich die Partei ausserstande sah, ihren zweiten Sitz auch nur versuchsweise zu verteidigen. Die zum wiederholten Mal gescheiterte SVP agiert wenig glücklich. Das zeigt auch die Abfuhr, die ihr Schulpflege-Kandidat erlitt. Bei der Gemeinderatswahl machte die ebenfalls klar bürgerliche Carmen Suter-Frey über 700 Stimmen mehr als Beat Woodtli. Sprich: Das bürgerliche Wählerpotenzial wäre da, es wählte aber grossteils nicht SVP.

Zukunft Suhr regiert. Wasser auf die Mühlen einer Fusion mit Aarau? Das Wahlbündnis ist seit je tendenziell offen dafür. Im neuen Gemeinderat gibt es bei diesem Thema zumindest weniger Reibungen, als wenn Woodtli gewählt worden wäre. Und die Zeit arbeitet gegen die harten Fusionsgegner. Bei Veranstaltungen dominieren diese zwar – an der Urne nicht unbedingt. Erst recht nicht in Zukunft, zumal der Bauboom Zuzüger bringt, welche die Fusionsfrage womöglich lockerer sehen als «echte» Suhrer.

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