An der Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei ist ein junger Aargauer verhaftet worden, der offenbar nach Idlib in Syrien wollte. Recherchen von Tele M1 zeigen, dass der Mann an seinem Wohnort in Suhr nicht negativ aufgefallen ist.

Der Mann, der sich unter anderem in der Feuerwehr engagierte, sei laut einer Nachbarin nett und anständig gewesen. In der Feuerwehr habe der 30-Jährige allerdings bei mehreren Übungen in den vergangenen Monaten wegen eines Burnouts gefehlt.

Seine direkten Nachbarn können sich nicht vorstellen, dass der 30-Jährige etwas Böses im Sinn hatte. «Er wohnt hier seit ein paar Jahren. Wir hatten immer guten Kontakt», sagt Snezana Loosli gegenüber «TeleM1». Dass er ein Waffensammler ist, glaubt die Nachbarin nicht. Sie vermutet, dass er Hilfe bekommen hat, um so viele Waffen zusammenzubringen. Auch ihr Sohn Lukas glaubt nicht an etwas Schlechtes. Er hofft stattdessen, «dass er zurückkommt und mein Nachbar bleibt». 

Abklärung angeordnet

Der Aargauer war international zur Fahndung ausgeschrieben, nachdem sein Vater die Behörden informiert hatte. Laut der Mitteilung der bulgarischen Staatsanwaltschaft hatte der Vater des 30-Jährigen der Polizei gesagt, dass in der Wohnung Waffen fehlten und sein Sohn mit dem Auto verschwunden sei.

Die bulgarischen Behörden werfen dem Aargauer Waffenschmuggel und Terrorismus vor. Laut B.s Verteidiger sei dieser psychisch stark angeschlagen und auf Medikamente angewiesen. Die bulgarischen Behörden haben eine forensisch-psychiatrische Abklärung angeordnet. (fh/ldu)