Auenstein

Mit viel Herzblut wurden an der Meisterschaft die Geisseln geklöpft

Fast 150 Teilnehmer kämpften heute Mittag an der regionalen Chlausklöpf-Meisterschaft gegeneinander. Innerhalb von 30 Sekunden mussten die Klöpfer die Jury von sich überzeugen. Dabei war die Nervosität vor dem Start sehr hoch.

Klöpfen sie oder klöpfen sie nicht? Das war die bange Frage eine halbe Stunde vor dem Beginn der regionalen Chlausklöpf-Meisterschaft in Auenstein. Richtig klöpfen kann man nämlich nur, wenn die Geissel trocken ist. Deswegen waren alle froh, hörte der Regen pünktlich auf.

Nervös standen die Teilnehmer des Wettbewerbs in der Mitte des Kreises und begannen ihre Geisseln in der Luft zu schwingen. Dabei wurden sie vom Publikum mit Klatschen und Rufen angefeuert. Jeweils 30 Sekunden lang liessen sie die Geisseln klöpfen. Dann wurde abgepfiffen und die Kampfrichter notierten ihre Beurteilungen.

Nervosität am Start

Bevor die Teilnehmer in den Kreis traten, wurden sie von Urs Schwager instruiert und bekamen noch einmal aufmunternde Worte zugesprochen. Die Jacken wurden ausgezogen und die Geisseln bereit gemacht. Es musste alles stimmen. «Sitzt meine Frisur?», fragte ein Junge, bevor es sich in die Mitte stellte.

Auch der 9-jährige Fabian Wyss zeigte sich am Start sehr nervös. In diesem Jahr hatte er zum ersten Mal an einem Chlausklöpf-Wettbewerb mitgemacht. Er habe auch schon im letzten Jahr geklöpft aber damals noch nicht an Wettbewerben teilgenommen. «Ich habe fleissig mit einem meiner Freunde geübt», erzählte er. Das Taschengeld wurde extra gespart, damit er sich eine Geissel kaufen konnte. «Bis vor ein paar Jahren haben wir das Geisselklöpfen gar nicht gekannt, da wir noch nicht im Aargau gewohnt haben», erzählt seine Mutter. Mit dem dritten Platz am Wettbewerb in Seengen hatte er sich dann aber tatsächlich für die regionale Meisterschaft in Auenstein qualifiziert. «Wir hätten nicht gedacht, dass Fabian gleich beim ersten Wettbewerb so weit kommt», sagt sie und sieht ihren Sohn stolz an.

Mit viel Herzblut dabei

Die Kampfrichter waren sehr zufrieden mit den Auftritten der Teilnehmer. «Vor allem bei den Kleinsten ist es schön zu sehen, mit wie viel Herzblut sie bei der Sache sind», sagte Rolf Wernli, der die Klöpfer beurteilte. Manchmal täte es ihm umso mehr leid, wenn er einige Punkte streichen musste. «Sie haben es aber alle super gemacht», sagte er.

Die Teilnehmer wurden insgesamt in vier Alterskategorien eingeteilt und das für die Männer und die Frauen. Bei den Jüngsten in der ersten Kategorie (Jahrgang 2003 und jünger) haben sich Yves Bolliger und Silvio Pace auf die ersten beiden Ränge gekämpft. Bei den Frauen waren es Martina Schmidlin und Jeannine Moser. In der zweiten Kategorie (Jahrgänge 2000, 2001, 2002) führten Dominik Schmidlin aus Lenzburg und Marco Zimmerli die Liste an. Jessica Gutscher und Lara Pagnamenta waren es bei den Frauen. Vera Baumberger und Céline Frey waren in der Kategorie drei an der Spitze, bei den Männern Dominic Suter und Benjamin Walti. Bei den Ältesten, in der Kategorie 4, führten Pascal Huser und Roger Studer das Feld an. In der Kategorie der Frauen führten Therese Graf und Marylou Lüdi.

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