Erlinsbach
Mit der Erlinsbacher Saalhofstrasse folgt ein Rattenschwanz

Der Ausbau der Saalhofstrasse gibt Erlinsbach den Anstoss für weitere Investitionen in die Infrastruktur. Die Gemeindeversammlung entscheidet am Freitag, 20. Juni, über sechs Kredite im Umfang von fast 3,5 Millionen Franken.

Hermann Rauber
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Betroffen ist der Strassenabschnitt zwischen Saligasse bis zum Buswendeplatz Oderdorf.

Betroffen ist der Strassenabschnitt zwischen Saligasse bis zum Buswendeplatz Oderdorf.

Katja Schlegel

Bauliche Massnahmen auf der nördlichen Ausfallachse stehen in Erlinsbach schon seit vielen Jahren auf dem Programm. Zusammen mit dem Kanton Aargau konnte nun der Ausbau der Saalhofstrasse abschliessend projektiert werden. Es geht laut Bauverwalter David Fiore um den Abschnitt im Bereich der Einmündung Saligasse bis zum Buswendeplatz Oberdorf, der sich in einem schlechten Zustand befindet.

Mehr Sicherheit für Fussgänger

Neben der Belagssanierung sorgt ein erweiterter Gehweg auf der Ostseite für mehr Sicherheit. «Mit Abbiege- und Querungshilfen sowie einer Eingangspforte am Dorfrand soll zudem der gesamte Verkehrsfluss verbessert werden», sagt Fiore.

Am Projekt Saalhofstrasse muss sich das aargauische Erlinsbach gemäss Dekret mit knapp 1,7 Millionen Franken beteiligen. Weil die Behörde laut Gemeindeschreiber Bruno Vogel bei diesem Tiefbauvorhaben «zusätzliche Synergien nutzen will», schlägt der Gemeinderat fünf weitere Infrastrukturmassnahmen vor, die gleichzeitig realisiert werden können. Dazu gehört die Sanierung des Durchlasses des Erzbachs unterhalb der Einmündung Saligasse, nicht zuletzt mit dem Ziel, die Abflusskapazität bei Hochwasser zu erhöhen. In diese Kosten teilen sich die Kantone Aargau und Solothurn sowie die beiden Standortgemeinden, für das aargauische Erlinsbach bleiben unter dem Strich noch 578 000 Franken.

Hundertjährige Wasserleitung

Allein Sache von Erlinsbach AG ist einerseits die vorgeschlagene Verbesserung der Einmündung der Saligasse in die Saalhofstrasse, andrerseits die Erstellung eines neuen Fangkanals Neuberg. Dieser dient als Rückhaltebecken für das Regenwasser und ist durch den Generellen Entwässerungsplan (GEP) zwingend zu realisieren. Hier steht ein Verpflichtungskredit über 303 000 Franken zur Diskussion. Gleichzeitig will der Gemeinderat die Kanalisation Saalhofstrasse instand stellen (Kosten: 194 200 Franken) und die über hundertjährige Wasserleitung an diesem Ort erneuern und teilweise unter das künftige Trottoir verlegen (Kosten: 501 000 Franken, von den Eigenwirtschaftsbetrieben finanziert).

Bruno Vogel und David Fiore sind sich einig, dass Erlinsbach mit diesen Projekten «für Jahrzehnte einen echten Mehrwert in der Infrastruktur erhält» und sich die Investitionen von 3,433 Millionen Franken nicht nur für die zusätzliche Verkehrssicherheit, sondern dank dem neuen Fangkanal «auch ökologisch lohnen».

Es bleibt trotz Ausbau eng

So sahen es auch jene rund 70 Personen, die jüngst an einer Vorinformation zu diesem Gemeindeversammlungs-Traktandum in der Kretzhalle teilnahmen. Fundamentale Kritik war nicht zu hören, höchstens der Hinweis, dass unterhalb der Saligasse-Einmündung die Strassenverhältnisse trotz dem geplanten Ausbau relativ eng bleiben. Zu lösen wäre das Problem laut Bauverwalter David Fiore höchstens mit einer Überdeckung des offen fliessenden Erzbachs, was aber nach dem geltenden Gesetz nicht machbar ist.