Aarau

Mit dem KiFF-Auftritt wurde ein Band-Traum wahr

«Überwältigt vom Aufmarsch der vielen Menschen und von der Atmosphäre» waren die Bandmitglieder von «Ricky Harsh» nach dem Konzert im KiFF.

«Überwältigt vom Aufmarsch der vielen Menschen und von der Atmosphäre» waren die Bandmitglieder von «Ricky Harsh» nach dem Konzert im KiFF.

Am Freitag fand im KiFF die Plattentaufe von «II» der Band «Ricky Harsh» statt.

Um 22.45 Uhr war das KiFF voll. Voll mit Besuchern, die «Ricky Harsh» sehen und hören wollten – eine Band aus dem Raum Aarau. Nach den zwei Vorbands Rusted Guns und Basement Saints, standen mit Ricky Harsh wieder drei junge Männer mit langen Haaren auf der Bühne. Oder zumindest zwei: Jay Fierz (Gitarre und Gesang) und Elias Knoblauch (Perkussion und Schlagzeug) tragen Lockenmähne; Chris Derendinger (Bass und Gesang) ein etwas kürzerer Haarschnitt. Passend zu ihrer Rock-Attitüde trugen die drei Jungs aus Entfelden schwarze Jacken und Halsketten. Ihr Konzert startete erst um 23.30 Uhr – mit rund 45 Minuten Verspätung. Die Fans hatten also viel Zeit, um in Stimmung zu kommen.

Ein langes Intro ohne Gesang, Schlagzeug- und Gitarrenklänge und tiefe Töne, die den Boden vibrieren liessen; der erste Song von «Ricky Harsh» nahm die Stimmung im Publikum auf und drückte sie musikalisch aus. Die Fans genossen das Konzert offenbar: Laufend filmen und fotografierten sie den Auftritt von «Ricky Harsh», die Clips landeten sofort auf Social Media.

«Eins der besten Konzerte»

Bis um 1 Uhr morgens dauerte das Konzert – wie zufrieden sind «Ricky Harsh» mit der Plattentaufe ihres neuen Albums «II»? «Wir waren überwältigt vom Aufmarsch der vielen Menschen», sagt Bandmitglied Elias anderntags am Telefon, während die anderen Bandmitglieder im Hintergrund mitreden. «Super Sound, extrem tanzfreudiges Volk und geniale Stimmung. Für uns persönlich war es sicher eines der besten Konzerte und ganz sicher das Beste im Bezug auf die Atmosphäre.» Vor sechs Jahren hätten sie aufgeschaut zu Bands, die im KiFF spielten, erzählt Elias. «Ein Auftritt im KiFF war ein lange ersehntes Ziel. Dass wir das nun erreicht haben, erfüllt uns mit Freude und Stolz.»

Die Gründungsgeschichte der Band ist geprägt von einer Suche nach sich selbst. «Nice and dangerous» hiess die erste Band, in der die drei Jungs zusammen spielten. Danach trennten sie sich, spielten in verschiedenen Bands und Formationen und fanden schliesslich wieder zusammen: «Ricky Harsh» wurde gegründet. Soweit die offizielle Version. Aber die ist ein bisschen langweilig. Deshalb erzählen die Jungs gerne die Geschichte eines legendären Rick Martinez, alias «Tha Harsh», welcher die Band nach heftigen Disputen verlassen habe und seit geraumer Zeit in Mexiko verschollen sei.

«Mit Musik kann man sich ohne Worte ausdrücken. Unsere Songs nehmen die Emotionen von allen drei Bandmitgliedern auf. Also kurz zusammen gefasst: Zuerst ist die Stimmung da, diese inspiriert uns für die Musik und zuletzt kommt dann der Text dazu.» Ihr neues Album, das über einen Zeitraum von fünf Jahren entstanden ist, trägt den Titel II: «Wir wollten etwas schaffen, wo man das Gefühl hat, das hat man noch nicht gehört. Wir wollten unseren eigenen Sound finden, von dem die Leute sagen können: So klingt Ricky Harsh.»

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