Aarau
Mit dem «Beluga» haben sie sich in Aarau einen Traum erfüllt

Das traditionsreiche Etablissement in der Vorderen Vorstadt in Aarau, das «Jeannette», ist ausgeräumt und mit neuem Namen wiedereröffnet worden. Die Wirte Urs L. Marrer und Robin Dürlewanger haben das Restaurant bequem und klassisch eingerichtet.

Hermann Rauber
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Die beiden Wirte, Urs L. Marrer (links) und Robin Dürlewanger.

Die beiden Wirte, Urs L. Marrer (links) und Robin Dürlewanger.

EMANUEL PER FREUDIGER

Seit dreissig Jahren sind Urs L. Marrer und Robin Dürlewanger befreundet. Und fast ebenso alt ist ihr Traum, gemeinsam einen Gastronomiebetrieb zu führen. Diese Vision ist für den dipl. Hotelier-Restaurateur und den dipl. Chefkoch seit acht Tagen Realität. Die beiden haben das ehemalige Etablissement «Jeannette» an der Vorderen Vorstadt in Aarau übernommen und eröffnet. Und zwar unter dem neuen Namen «Beluga», der quasi «wissenschaftlich» entstanden ist. «Wir wollten einen einzigartigen Begriff, der im Gedächtnis haften bleibt und weder englisch noch italienisch tönt», erklärt Marrer die Affiche, die den Neustart unterstreicht und die sich wohl bald einbürgern wird.

Tatsächlich ist vom Dekor der alten «Jeannette» nichts mehr vorhanden, das Lokal im währschaften Haus, das über der Türe die Jahrzahl 1774 trägt, wurde total ausgeräumt und völlig anders konzipiert. Das Mobiliar ist schlicht, aber klassisch und bequem. Einzig die Wappen der Gemeinden im Bezirk Aarau über dem grossen Stammtisch aus Holz erinnern noch ein wenig an frühere Zeiten. An diese knüpft auch Cuisinier Dürlewanger an, fusst doch seine Kochkunst wie weiland unter Rolf Böhler auf der klassisch französischen Art, in langen Wanderjahren kombiniert mit mediterranen und asiatischen Einflüssen.

«Ungebrochene Leidenschaft»

Täglich gibt es drei preisgünstige Mittags-Menüs oder einen «Chef-Lunch» zur Wahl, am Abend kann man à la carte oder in Form eines Mehrgängers lukullisch tafeln, wobei man Wert auf Flexibilität und individuelle Wünsche sowie auf saisonale Angebote (im Moment vom Wildbret) legt. «Wir profitieren von unserer langen Erfahrung im Gastgewerbe, das wir mit ungebrochener Leidenschaft pflegen», fasst Urs L. Marrer die Philosophie des «Beluga» zusammen.

Robin Dürlewanger ist in der Region Aarau kein Unbekannter, hat er doch zuletzt zehn Jahre lang die Gäste im «Bären» in Suhr kulinarisch verwöhnt. Er ist nicht nur ein begnadeter Suppen-Créateur, sondern auch Spezialist für ein Rindsfilet «Stroganoff», das selbstredend wieder auf der Karte steht.

Neben dem Hauptteil im Parterre kann man in der Stube namens Pi, was mathematisch für Konstanz steht, gediegen dinieren. Das Kellergewölbe (ohne die ehemalige Bar) steht jeweils ab 17 Uhr entweder für einen Apero unter Freunden in einer gemütlichen Lounge oder nach Anfrage als Ort für Seminare oder Festlichkeiten für bis zu 50 Personen auch im geschlossenen Rahmen zur Verfügung. Im Sommer soll die lauschige Terrasse im ersten Stock reaktiviert werden. Das «Beluga» ist von Dienstag bis Samstag ab 9 Uhr offen, Ruhetage sind der Sonntag und der Montag.

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