Aarau
Mit Crowdfunding zur «Tortour»: Trotz seiner Beinamputation will er 1000 Kilometer mit dem Rad zurücklegen

Der beinamputierte Radfahrer Jürgen Kallfass will ans härteste Rennen der Schweiz. Dafür sammelt er nun Geld – 5000 Franken kostet das Vorhaben.

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Jürgen Kallfass: Für das Radrennen braucht er finanzielle Unterstützung.

Jürgen Kallfass: Für das Radrennen braucht er finanzielle Unterstützung.

Fabio Baranzini

Am 16. August gilt es für Jürgen Kallfass ernst: Dann stellt sich der Aarauer an die Startlinie des härtesten Raderennens der Schweiz. An der «Tortour» will er als Solofahrer die 1000 Kilometer lange Strecke rund um die Schweiz meistern – ohne Unterbruch.

Und das, obwohl der 43-Jährige bei einem Mopedunfall vor 27 Jahren seinen linken Unterschenkel verloren hat und seither auf eine Prothese angewiesen ist. Jürgen Kallfass ist der erste Sportler mit einer Beinprothese, der sich als Solofahrer an der «Tortour» versucht.

Fast 50 Stunden unterwegs

Damit er sich in dieses Abenteuer stürzen kann, muss er nicht nur unzählige Trainingskilometer abspulen, sondern ist auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Während der «Tortour», bei der Kallfass fast 50 Stunden unterwegs sein wird, wird er von einem sechsköpfigen Betreuerteam und zwei Fahrzeugen begleitet. Zusätzliche Kosten fallen an für die Verpflegung und Unterkunft der Helfer, die Mietkosten für das Fahrzeug, das Startgeld sowie einige Verbesserungen am Fahrrad und an der Prothese.

Daher hat Kallfass eine Crowdfunding-Aktion auf der Plattform «I believe in you» lanciert (https://ibiy.net/juergenkallfass). 5000 Franken will er in den nächsten 45 Tagen zusammenkriegen. «Going the distance ist mein Tortour-Motto und ich hoffe, dass ich das dank eurer Unterstützung schaffen kann», sagt er. Aktuell hat Kallfalls bereits knapp 800 Franken zusammen.(FBA)