Aarau

Mit Banner und Fahnen: Die Befürworter des Stadions laufen sich warm

Um Sieg und Niederlage gehts in drei Wochen. Im Aufwärmtraining haben die Stadionbefürworter gepunktet: Mit einer Demo, wie es sie in Aarau noch nie gab.

Es waren gegen 1000 Personen, die am Samstag kurz vor 17 Uhr auf dem Platz zwischen der AKB und dem Bahnhof zum Solidaritätsmarsch Richtung Schachen starten. Zuvor hatte es drei Stunden einen Event mit Fussball-Dart gegeben. Es war ein Kommen und Gehen – auch von Prominenten. So war etwa die Hälfte der Aarauer Einwohnerräte präsent – inklusive dem Präsidenten Matthias Keller (EVP). Gesehen wurde auch Sportmister, SP-Stadtrat Daniel Siegenthaler. Oder etwa Thomas Richner, der Präsident der SVP Aarau-Rohr.

Der FC Aarau spielte zeitgleich mit der Demo in der Westschweiz gegen Lausanne-Ouchy (2:0-Sieg). All die Spieler, die aus irgendwelchen Gründen nicht nach Nyon VD fahren konnten, waren an der Demo mit dabei. So lief auch Stefan Maierhofer, der nach einem Ego-Anfall vereinsintern kurzfristig gesperrt worden war, durch die Strassen der Stadt. Weil der Solidaritätsmarsch erst gegen Abend durchgeführt wurde, hielten sich die Verkehrsbehinderungen in Grenzen.

Solidaritätsmarsch für den FC Aarau

Der Solidaritätsmarsch für den FC Aarau im Video.

FCA-Sportchef zeigt sich optimistisch

Am 24. November finden in der Stadt Aarau zwei Abstimmung statt. Es geht um die «Teiländerung Nutzungsplanung Torfeld Süd, Stadion 2017» und um einen 17-Millionen-Kredit. Von den grossen Parteien haben die FDP, die SVP und Pro Aarau die Ja-Parole herausgegeben. Stimmfreigabe gabs von der SP, den Grünen und den Grünliberalen. Die CVP empfiehlt die «Teiländerung Torfeld Süd» zur Ablehnung. In den letzten Tagen hat der Abstimmungskampf an Härte gewonnen.

Am Event «Das Stadion geht auf die Strasse» hielt FCA-Sportchef Sandro Burki eine Ansprache. Er zeigte sich optimistisch, dass es in drei Wochen an der Urne zwei Mal das Ja geben wird. «Ich bin sehr zuversichtlich.» Burki verlas nicht eine schriftlich vorbereitete Rede, sondern berichtete aus seinem Leben. Wie er als Kind auf einer Harasse den Match mitverfolgt, und wie er als Spieler 2006 einen Vertrag bekommen hat. Stets habe man ihm gesagt, das neue Stadion komme jetzt dann gleich. «Es ist 2019 – und wir spielen noch immer im Brügglifeld», meinte Burki.

Es gehe um die Zukunft des Vereins, aber auch der Stadt und des Kantons. «Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir jetzt das richtige Projekt haben», sagte Burki. Davon müsse jeder Aarauer überzeugt werden. «Und wir müssen sie motivieren, abstimmen zu gehen.»

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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