Maienzug
Misstöne nach dem Maienzug: Alles halb so schlimm?

Warum durften Rohrer Kinder nicht an den Spielnachmittag und wieso musste die Feuerwehr das Bankett selber bezahlen? Kritische Fragen, die nach dem Aarauer Jugendfest auftauchten.

Fabio Baranzini
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Gern hätte Anja Wellner ihren beiden Kindern, die an der Kreisschule Buchs Rohr zur Schule gehen, erklärt, warum sie zwar am Maienzug mitlaufen, jedoch am Spielnachmittag und am Kinderkonzert nicht mitmachen durften. Doch wie sie in ihrem gestern erschienen Leserbrief in der az Aargauer Zeitung schrieb, hatte sie aufgrund mangelhafter Kommunikation vonseiten der Kreisschulleitung keine Erklärung zur Hand.

Im nächsten Jahr mit dabei

Die Kreisschulleitung räumt ein, dass es in diesem Jahr etwas unglücklich gelaufen sei, weil man eine Woche vor dem Maienzug ein eigenes Jugendfest durchgeführt hatte, hielt jedoch auch klar fest, dass eine Regelung für die Teilnahme am Maienzug ausgearbeitet wurde. «Wir haben uns entschieden, nur am Umzug mitzulaufen, den Spielnachmittag aber auszulassen», erklärt Kreisschulleiter Hansruedi Faes. «Für Eltern, die mit ihren Kindern trotzdem am Spielnachmittag teilnehmen wollten, haben wir extra eine Sonderlösung organisiert», so Faes.

Da das Jugendfest der Kreisschule Buchs-Rohr nur jedes zweite Jahr stattfindet, werden die Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr wieder am Umzug und am Spielnachmittag teilnehmen können, versichert der Kreisschulleiter.

Wer darf eigentlich ans Bankett?

Diese Frage wurde während den Festivitäten in Feuerwehrkreisen aufgeworfen, nachdem die Mannschaft keine Banketteinladung vom Stadtrat erhalten hatte und das Essen selber berappen musste. Auf Anfrage der az Aargauer Zeitung lieferte Stadtammann Marcel Guignard die Erklärung. «Dieses Jahr wurden 2860 Einladungen versendet, wobei die Tendenz steigend ist.» Die Mannschaft der Feuerwehr sei wie in den vergangenen Jahren nicht zum Bankett eingeladen worden, so Guignard weiter.

Schon alleine aus den Reihen der Stadtverwaltung und der IBAarau kamen Hunderte Bankettgäste. Zudem ist in diesem Jahr auch erstmals der Gemeinderat von Rupperswil zum Bankett eingeladen worden. Dies deshalb, weil Rupperswil seit der Fusion der Gemeinden Aarau und Rohr neuer Nachbar von Aarau geworden ist.

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