Die Familie hat ihren Anwalt damit beauftragt, beim aargauischen Obergericht Beschwerde zu führen gegen die Einstellungsverfügung.

Entscheid liegt beim Obergericht

Wie der Anwalt gegenüber der az Aargauer Zeitung äussert, wird das Obergericht entscheiden, ob die Untersuchung weitergeht.

Anwalt und Familie sind der Meinung, man müsse jetzt weiter abklären. «Unsere Annahme ist, dass die Absperrung nicht korrekt gemacht war oder zum Zeitpunkt des Unfalls nicht mehr korrekt war», sagt der Anwalt. Es soll jetzt untersucht werden, ob hier jemand einen Fehler begangen habe, und wenn ja, ob das strafrechtlich von Bedeutung sei. Gegen den Entscheid des Obergerichtes wäre der Weiterzug ans Bundesgericht möglich.

Der 13-Jährige war mit einem Minitöff auf dem mit einem Fahrverbot belegten Wyna-Uferweg unterwegs gewesen und auf der Höhe der Skateboardanlage in die quer über den Weg gespannte Absperrkette hineingefahren.

Die Eltern des verunfallten Buben haben in der Folge beim Bezirksamt Kulm Strafanzeige gegen unbekannt wegen fahrlässiger Tötung eingereicht. Es ging ihnen darum, den Sachverhalt und die Umstände wie auch die Verkehrsignalisation zu klären. Insbesondere die Absperrung mit einer Metallkette war für die Familie ein Stein des Anstosses.

Neue Absperrung ist installiert

Die Gemeinde Menziken hat sich in der Folge im Zusammenhang mit dieser Absperrung beraten lassen. Im April liess sie eine neue, dreiteilige Absperrung montieren. Zwei fixe und eine bewegliche Schranke trennen jetzt Weg und Parkplatz. Zur besseren Sichtbarkeit sind die neuen Absperrungen rot-weiss markiert.

Die Gemeinde will damit das Fahrverbot auf dem Wyna-Uferweg durchsetzen und verhindern, dass Spaziergänger und Skateboardfahrer durch Autofahrer gefährdet werden. (psi)