Oberentfelden

Mieter übernehmen die «alte Bürsti» im Baurecht

In der Industriebrache der ehemaligen Bürstenfabrik arbeiten Kleingewerbler und Kunsthandwerker.  ju

In der Industriebrache der ehemaligen Bürstenfabrik arbeiten Kleingewerbler und Kunsthandwerker. ju

Da für den Erhalt der «alten Bürsti» grosse Invstitionen nötig sind, wollte sich der Gemeinderat vom Areal trennen und es zur Neubebauung freigeben. Dies verhinderten nun die Mieter. Ab 2012 sind sie die neuen Besitzer des gesamten Areals.

Seit 15 Jahren ist die Einwohnergemeinde Oberentfelden Eigentümerin der ehemaligen Bürstenfabrik Walther an der Köllikerstrasse. Sie vermietet die Gebäude an Handwerksbetriebe, Vereine und  Künstler. Auch eine Brockenstube ist Mieterin. Da für den Erhalt der Gebäude aber umfangreiche Investitionen nötig würden, wollte sich der Gemeinderat von der Liegenschaft trennen und eine Neuüberbauung ermöglichen.

Die IG «alte Bürsti» übernimmt die Liegenschaft im Baurecht

Die in der Interessen Gemeinschaft «Alte Bürsti» zusammengeschlossenen Mieter wehrten sich gegen dieses Vorhaben. Mit Erfolg: Nun übernehmen sie die Liegenschaft im Baurecht und betreiben sie mit gleicher oder ähnlicher Nutzung wie heute weiter. Einzig müssen die Mieter noch eine Genossenschasft gründen, die dann das gesamte Areal mit sämtlichen Gebäuden inklusive der denkmalgeschützten Villa für 30 Jahre im Baurecht übernehmen kann. Für Instandstellung und Unterhalt wird künftig jene Genossenschaft aufkommen.

Jährlicher Baurechtzins an die Gemiende

Die Gemeinde soll jährlich einen Baurechtszins erhalten, um das in die Liegenschaft investierte Kapital zu verzinsen.

Die Genossenschaft soll in den nächsten Wochen gegründet werden. Ziel ist, dass die neuen neuen Eigentums- und Mietverhältnisse bereits ab 1. Januar 2012 gelten. (dme)

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