Aarau

Metallbau der Alten Reithalle nach Konkurs neu vergeben

Der Umbau der Alten Reithalle in ein kantonales Kulturhaus ist im vollen Gang.

Der Umbau der Alten Reithalle in ein kantonales Kulturhaus ist im vollen Gang.

Nach dem Konkurs der ursprünglich beauftragten Firma im letzten Dezember fällt das Projekt in neue Hände. Im Herbst nächsten Jahres soll die Anlage eröffnet werden.

Der grosse rote Kran und die zwei spektakulären Löcher im historischen Dach zeugen davon, dass in der Alten Reithalle einiges geht: Der 20,45 Millionen Franken teure Umbau des Gebäudes in ein kantonales Kulturhaus ist im vollen Gang. Die Verzögerungen wegen der Submissionsprobleme bei den Baumeisterarbeiten haben sich im Nachhinein als Segen erwiesen. So muss die Anlage nicht im Coronaherbst 2020 eröffnet werden, sondern die Feierlichkeiten können im hoffentlich dann gesunden Herbst 2021 stattfinden.

Bis dahin sind aber immer wieder kleinere Schwierigkeiten zu bewältigen: zum Beispiel bei den Metallbauarbeiten. Die ursprünglich beauftragte Firma, das Thurgauer Traditionsunternehmen Tuchschmid, musste im letzten Dezember Konkurs anmelden. Die schweizweit renommierte Firma hatte seit einigen Jahren Probleme und im Überlebenskampf vielleicht ein besonders tiefes Angebot eingereicht: Sie wollte die Metallbauarbeiten in der Alten Reithalle für 1,06 Millionen Franken erledigen. In den Augen des Stadtrates war das damals nicht nur das günstigste, sondern auch das beste Angebot.

Nach dem Konkurs mussten die Arbeiten neu ausgeschrieben werden. Wie dem gestrigen Amtsblatt zu entnehmen ist, gab es drei Angebote. Der Auftrag geht neu nicht mehr in die Ferne, sondern in die Region. Den Zuschlag erhielt die Firma Hunkeler+Hediger Metallbau AG in Oberentfelden. Zum Preis von 1,275 Millionen Franken. Die Kosten liegen damit etwa 20 Prozent höher als beim ursprünglichen Angebot der schlingernden Thurgauer Firma.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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