Unterentfelden

Mehr Lebensqualität für Fische und Menschen

Hanspeter Lüem erklärt, wie die Uerke für Fische und Menschen lebenswerter gemacht wurde.

Hanspeter Lüem erklärt, wie die Uerke für Fische und Menschen lebenswerter gemacht wurde.

Plötzlich ist es schnell gegangen. Bereits 2006 wurde ein Landstreifen an der Uerke in Unterentfelden als Uferschutzzone ausgeschieden.

Das Renaturierungsprojekt stockte jedoch, unter anderem weil eine Gasleitung verlegt werden musste. Im Juni dieses Jahres kam der entsprechende Kredit an die Urne, am Samstag konnte der renaturierte Bachabschnitt eingeweiht werden. Der Bruttokredit beträgt 122'000 Franken, auf die Gemeinde fallen jedoch höchstens 26'000 Franken.

Ermöglicht hat die Renaturierung unter anderem die Quellmatten AG, welche das Land erworben hat, damit die Aufweitung durchgeführt werden konnte. «Unserem Gebäude tut es gut, dass es nun gleich neben einer Auenlandschaft liegt», erklärte Verwaltungsratsmitglied Werner Hauri das Engagement seiner Firma.

Hanspeter Lüem, Gewässerbeauftragter des Kantons, erklärte am Samstag die Veränderungen, die der kurze Uerke-Abschnitt im Gebiet Suhrenmatte erfahren hat. Auffällig ist der Bogen, in welchem das Gewässer nun fliesst. Der gerade, ursprüngliche Bachlauf soll nur bei Überschwemmungen geflutet werden. Damit die Fische tiefes Wasser und Versteckmöglichkeiten vorfinden, wurden Schwellen eingebaut sowie Wurzelstöcke und Äste verankert.

Doch auch für die Menschen soll dieser Bachabschnitt attraktiver werden. Am flachen Abschnitt des Ufers laden Baumstämme zum Verweilen ein und der Zugang zur Uerke ist problemlos möglich. «Die Kinder dürfen ins Wasser steigen», betonte Hanspeter Lüem. «Alle sollen die Natur und das Gewässer erleben können.» (sih)

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