Suhr

Mega-Baustelle: Mit Stau könnte schon im Oktober Schluss sein

Gestern Morgen begannen die Betonarbeiten an der ersten Kreisel-Hälfte beim Knoten «Kreuz».Katja Schlegel

Gestern Morgen begannen die Betonarbeiten an der ersten Kreisel-Hälfte beim Knoten «Kreuz».Katja Schlegel

Das Linksabbiegeverbot beim Suhrer Rundhaus könnte bereits im Sommer aufgehoben werden. Dem guten Wetter wegen schreiten die Bauarbeiten rascher voran als gedacht.

Endlich geht es bei der Suhrer Mega-Baustelle augenfällig vorwärts: Am Donnerstagmorgen begannen die Beton-Arbeiten am neuen Kreisel Kreuz (Durchmesser 40 Meter). Bis Montagabend sollen die Arbeiten an der ersten Kreisel-Hälfte abgeschlossen sein, dem guten Wetter sei Dank. «Wir liegen sehr gut im Zeitplan», sagte Alex Joss, Projektleiter beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, an einer Presseinformation gestern Morgen. Aktuell würden 20 bis 25 Personen in vier bis fünf Tiefbauequipen im Einsatz stehen, dazu kommen je nach Arbeitsschritt eine Beton- und eine Belags-Equipe.

Die Arbeiten schreiten laut Joss sogar so gut voran, dass der Kreisel – Stand heute und vorbehältlich gute Witterungsbedingungen – bereits gegen Ende Oktober für den Verkehr freigegeben werden kann, anstatt wie angekündigt im November. «Damit würde eine grosse Verkehrsbehinderung wegfallen und die Situation entschärft», sagt Joss.

Bereits Mitte oder Ende August könnte das Linksabbiegeverbot für den Verkehr aus dem Wynental in Richtung Entfelden aufgehoben werden. Dann nämlich, wenn der Verkehr auf die in diesen Tagen betonierte Kreisel-Hälfte umgelegt werden kann. Was weiterhin beibehalten wird, ist die einspurige Verkehrsführung über den Knoten Kreuz in Richtung Gränichen. Seit Beginn der Bauerei wird der Verkehr aus dem Wynental vor der SBB-Barriere angehalten, derjenige auf der Bernstrasse im Zentrum auf Höhe Restaurant Kreuz. Eine Einschränkung, die bei vielen Autofahrern für Unverständnis sorgt, aber eine einfache Erklärung hat: «Das Baustellenende liegt auf der Gränicherstrasse direkt hinter der Bahnschranke», sagte Bauleiter Oliver Fischer. Um den Verkehr zweispurig zu führen, hätte der Bahnübergang in Richtung Rundhaus verschoben werden müssen, so Peter Keller, Leiter Realisierung, Abteilung Tiefbau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Ein Aufwand, bei dem Kosten und Nutzen unverhältnismässig gewesen wären.»

Verkehrsdienst vor Ort

Das Staurisiko für den Wynentaler Verkehr wird also noch bis Oktober bestehen bleiben. Immerhin hat der Kanton inzwischen einen Verkehrsdienst eingesetzt, der während der Spitzenzeiten wochentags (6.30 bis 9.30 Uhr und 16.30 bis 19.30 Uhr) und samstags (10 bis 16 Uhr) vor Ort ist, um im Notfall zu handeln und die Lichtsignalanlage von Hand zu steuern. Dies als Reaktion auf die drei Pannen bei den Lichtsignalanlagen, die in den letzten Wochen zu kilometerlangen Staus geführt hatten. Grundsätzlich sei der Stau aber «mit wenigen Ausnahmen akzeptierbar», so Joss.

Das gute Wetter hat weitere positive Auswirkungen auf die Baustelle: So soll laut Bauleiter Fischer bereits in der letzten Juni-Woche mit dem Belagseinbau auf der Bernstrasse zwischen den Knoten «Bären» und «Kreuz» und auf der Tramstrasse begonnen werden. Das heisst, dass im August wie geplant Bauphase 2 mit der Verlegung der Baubereiche auf die jeweils andere Strassenseite eingeleitet werden kann. Eine Nachricht, die die Gewerbetreibenden freuen dürfte: «Die grossen Behinderungen auf der Tramstrasse werden im Dezember fertig sein», so Projektleiter Alex Joss.

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