Um 10.32 Uhr legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein und steuerte den Militär- Lastwagen in die Einfahrrampe der Kunsteisbahn Aarau, kurz Keba. Beinahe touchierte das Gefährt die Hallendecke. «Das wird saueng», entwich es einem ETF-Helfer, der den Vorgang aufmerksam beobachtete. Doch es klappte, der Lastwagen passte. Die Arbeitsgeräte der Turnerinnen und Turner waren da.

Danach begann das Gewusel. Nach und nach wurden Stühle, Tische, blaue und orange Matten ausgeräumt und auf Schubkarren und Rollen geladen. Alle packten mit an – auch der Chef: Gesamtwettkampfleiter Thomas Jäger. «Das ist Ehrensache», sagte er, noch ganz ausser Atem. Vom Lager der Dreier AG in Hunzenschwil aus, wo das Material zwischengelagert war, wurde es heute in die Keba geliefert. Am Morgen waren dies hauptsächlich Gymnastikmatten – rund 700 Stück an der Zahl –, am Abend kamen Trampoline hinzu.

Turnfest: Hier werden die Arbeitsgeräte der Kunstturner geliefert

Stühle, Tische, Matten und Bänke werden ausgeräumt und auf Schubkarren und Rollen geladen.

Kleinere Dinge, wie 1500 Magnesiawürfel, sind schon vor Ort. All das wird die nächsten Tage auf dem Hallenboden positioniert, wenn sich übers Wochenende die Elite im Kunstturnen trifft. Am Samstag etwa werden grosse Namen wie Iliaria Käslin oder der Aargauer Oliver Hegi auf der Matte stehen.

Die Keba, das Aarauer Sorgenkind, das seit zwei Jahren wiederholt wegen eines Streits um Öffnungszeiten negative Schlagzeilen macht, wird dann erstmals seit der über 20 Mio. Franken teuren Totalsanierung «propenvoll» sein, wie Thomas Jäger sagt. Gut 1600 Zuschauer finden auf den Rängen Platz, für Samstag gibt es noch einige wenige Tickets zu kaufen. Am Donnerstag beginnen die Wettkämpfe auf dem Trampolin.