Noch fehlen die Kulissen, die Stellwände sind nackt. Schule und Musikschule brauchen sie noch, die Aula der Primarschule Gränichen. Zum Proben reichts allemal. Barbara Marti, die Regisseurin, führt zum 10. Mal Regie, und dieses Jahr sind Turbulenzen in der Toskana angesagt.

Süsse Geheimnisse

«Toskana Barbara» heisst die Komödie in zwei Akten von Bernd Spehling. Und sie hats faustdick hinter den Ohren, diese Barbara (Eva Tschanz). Sie hat da nicht nur ein Ferienhaus, sondern für ihre Schäferstündchen vor allem Eduardo (Marc Ribolla), ihren italienischen Liebhaber. Ihr Gatte Hansruedi (Dirk Scharrenbach), ein erfolgreicher Unternehmer, überrascht seine Ehefrau an einem Hochzeitstag plötzlich in der Toskana, und nun ist angerichtet für eine tumultuöse Geschichte, ein Spiel, bei dem das Publikum meist mehr weiss, als die Protagonisten auf der Bühne.

Amouröse Verwicklungen

Denn Hansruedi hat eine Sekretärin, Julia (Rachel Hochstrasser), deren Aktivitäten sich nicht auf Telefonate und Schreibarbeiten am Schreibtisch beschränken. Und als die auch noch auftaucht, gibts ein überraschendes Wiedersehen. Nicht genug der Verwicklungen: Die drei Kinder von Barbara und Hansruedi (Anita Häusermann, Daniel Scheidegger, Morena Kleeb) trudeln auch noch ein. Eine Tochter bringt sogar den Handwerker Paul (Bruno Niklaus) dazu, sich mit Yoga zu beschäftigen. Und sie aktiviert Casanova Eduardo. Turbulenzen, Doppelspiele. Zumal noch Erna Schönblick (Margrith Hunziker) das Haus kaufen möchte. Hansruedi möchte verkaufen; Barbara hingegen redet das Haus schlecht, sieht sie doch ihr Liebesnest flöten gehen.

Am 12. April ist Premiere

«Wenn ihr euch richtig küsst, müsst ihr euch nicht abdrehen, sonst schon», weist Barbara Marti ein Paar an. Noch werden Varianten ausprobiert: Positionen, Timing. Die Regisseurin lässt Szenen wiederholen, verlangt, dass die Schauspieler gefühlsmässig in der Rolle aufgehen: Eifersucht, Wut, Verliebtheit, Enttäuschung. «Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt», sagt Toskana Barbara. Hoppla.

Das Stück verspricht beste Unterhaltung. Situationskomik und Wortwitz sorgen dafür. Wie immer in Gränichen lockt das Theaterbistro mit selbst gemachten Sandwiches, Kuchen und Getränken. Premiere ist am Freitag, 12. April um 20 Uhr. Weitere Aufführungen am 13., 24., 26. und 27. April jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 28. April, um 14 Uhr.

Reservationen: reservation@improvisorisch.ch oder Telefon 062 832 44 44.