Aarau
Marcel Guignard bestieg zum 26. und letzten Mal das Rednerpult

Nach allerlei «Höhenflügen» traf sich die Aarauer Festgemeinde am Abend des ersten Tages im neuen Jahr im Kultur- und Kongresshaus. Getreu dem Motto «Aarau steigt auf», bestieg Stadtammann Marcel Guignard zum letzten Mal das Rednerpult.

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Stadtammann Marcel Guignard und seine Frau Annelies sowie Vizeammann Carlo Mettauer (links) wünschen ein gutes neues Jahr. Kel

Stadtammann Marcel Guignard und seine Frau Annelies sowie Vizeammann Carlo Mettauer (links) wünschen ein gutes neues Jahr. Kel

Getreu dem Motto «Aarau steigt auf», laut Stadtrat Michael Ganz ein richtiggehendes «Fitnessprogramm», bestieg Stadtammann Marcel Guignard zum 26. und gleichzeitig zum letzten Mal in dieser Funktion das Rednerpult, seit zwei Jahrzehnten treu begleitet durch Stadtweibel Toni Aeschbach.

Guignard durfte beruhigt feststellen, dass «die Welt am 21. Dezember nicht untergegangen ist». Im Gegenteil, ein Blick auf das eben begonnene Jahr habe «durchaus seinen Reiz», erklärte der Stadtammann, der seine Amtsdauer im Unteren Rathaus keineswegs als «lahme Ente» (lame duck) auslaufen lassen will.

In der Kantonshauptstadt wird auch 2013 eifrig investiert. So soll im Torfeld Süd «die Entwicklung sichtbar zügig voranschreiten», ins Visier genommen sind Baubewilligungen und Spatenstiche, «hoffentlich auch endlich für das neue FCA-Stadion», ergänzte das Stadtoberhaupt. Für dieses neue Stadtquartier brauche es zusätzlich Erschliessungsanlagen, namentlich die Verbindungsspange Buchs Nord, eine WSB-Haltestelle vor dem Stadioneingang und eine Passerelle ins Torfeld Nord.

Hinzu kommen die Fertigstellung des neuen Bahnhofplatzes samt Bushof und «hoffentlich eine Bahnhofuhr, von der auch bei Dunkelheit die Zeit ablesbar ist». Damit Aarau tatsächlich «aufsteigt», müssen laut Marcel Guignard im angebrochenen Jahr «alle ihr Bestes geben». Nur wenn die Aarauerinnen und Aarauer bereit seien, «zusammenzuspannen und im Interesse des Ganzen hin und wieder über den eigenen Schatten zu springen, dann steigen wir, dann steigt die Stadt weiterhin auf». Und das nicht nur in willkürlichen Ortsrankings, gab der Stadtammann den Zuhörern mit auf den Weg. Die Kraft dazu habe Aarau, «den Willen wünsche ich uns allen», sagte Guignard.

Ob dieses «Gemeinschaftsgefühl» über das ganze Jahr anhalten wird, ist fraglich. Denn im Herbst stehen die Gesamterneuerungswahlen für die Behörden, namentlich für den Stadt- und Einwohnerrat, im Kalender. Und da dürfte es wohl recht heftig zur Sache gehen. Vorerst aber gaben sich die paar hundert Aarauerinnen und Aarauer, die wie Regierungsrat Urs Hofmann den Weg ins KUK nicht scheuten, am 1. Januar friedlich und feierten das neue Jahr mit Gläserklingen, guten Wünschen und einem Tänzchen. (hr)

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