«Wir wollten das machen, was das KiFF und das ‹Schlaflos› schon letztes Jahr getan haben: eine Vorabend-Afterparty bis 6 Uhr früh», sagt Flösserplatz-Leiter Frank Fischer. Dafür braucht es eine Spezialbewilligung. Weil sich das Jugendkulturhaus ausserhalb des vom Verein Maienzug-Vorabend verwalteten Festperimeters befindet, ist der Stadtrat zuständig. Und dieser hat dem Begehren des «Flössi» eine Absage erteilt, wie der Blog «We love Aarau» vermeldete.

«Der Stadtrat hat in seiner Begründung die Vermutung geäussert, dass nach Partyschluss um 6 Uhr morgens die Heimkehrer durch die frisch geputzte Altstadt laufen und diese wieder verschmutzen würden», sagt Fischer. Dafür habe er einerseits etwas Verständnis, denn es sei davon auszugehen, dass die Afterparty-Besucher tatsächlich vom Flösserplatz durch die Altstadt zum Bahnhof laufen würden. «Andererseits überschätzt der Stadtrat das Problem. Ich glaube nicht, dass es dabei zu einem Saubannerzug kommen würde.»

Nun wird das «Flössi» am Maienzug-Vorabend gar nichts veranstalten. «Wir geben aber nicht auf», betont Fischer. Nächstes Jahr wolle man wieder versuchen, zusammen mit dem Verein Maienzug Vorabend einen Standort für die «Flössi»-Disco zu finden.

Der Verein seinerseits hätte es begrüsst, wenn das «Flössi» eine Afterparty hätte durchführen können, denn um 2 Uhr ist es fertig mit dem Maienzug-Vorabend. «Es ist wünschenswert, dass die Festbesucher dann einen Ort haben, wo sie hingehen können», sagt Michael Ganz vom Vereinsvorstand. «Sonst kommt es zu spontanen nächtlichen Partys im Naturschutzgebiet an der Aare und das wäre sicher nicht ideal.»

Das KiFF und das «Schlaflos» hingegen haben eine Bewilligung erhalten und nehmen das Partyvolk gegen Ende des Maienzug-Vorabends von etwa ab Mitternacht bis 6 Uhr früh bei sich auf.