Ein KiFF-Neubau auf dem Kunath-Areal sollte grundsätzlich möglich sein. Diesen Schluss lässt eine Medienmitteilung zu, welche die Interessengemeinschaft «KiFF – Kultur in der Futterfabrik» im Anschluss an ihre 26. ordentliche Generalversammlung veröffentlicht hat.

Neben dem eigentlichen Kerngeschäft, heisst es in der Mitteilung, habe die Frage nach einem künftigen Standort des KiFF im Zentrum des Vereinsjahrs gestanden. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte Co-Geschäftsleiter Oliver Dredge erklärt, damit das KiFF weitere 25 Jahre bestehen könne, müsse mittelfristig ein neues Gebäude gebaut werden. Im Vordergrund stehe nun ein Neubau auf dem bisherigen Areal in der Telli. In den Räumen der ehemaligen Futterfabrik Kunath ist der Kulturbetrieb bis zum Jahr 2020 gesichert. Der 2014 noch einmal verlängerte Mietvertrag mit der Eigentümerin Immotelli AG läuft dannzumal aus. Das KiFF bemüht sich seit Jahren um eine nachhaltige Anschlusslösung.

In diesem Zusammenhang fanden letztes Jahr verschiedene Sitzungen statt, unter anderem mit der Stadt Aarau, dem Kanton Aargau und der Immotelli AG. Zudem gab der KiFF-Vorstand eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um Aufschluss darüber zu erhalten, ob ein Standort auf dem Kunath-Areal auch in Zukunft möglich sei. Mittlerweile liegen die Ergebnisse der Studie vor. Das bestätigt Vorstandsmitglied Nicola Müller, der auch festhält: «Die Ergebnisse stimmen den Vorstand insofern zuversichtlich, als dass sich daraus ableiten lässt, dass das Projekt grundsätzlich realisierbar ist.» Zu den konkreten Inhalten der Studie wollen sich die KiFF-Verantwortlichen nach Müllers Worten jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt äussern. Insbesondere wolle man die Ergebnisse zunächst noch mit den möglichen Partnern besprechen.

Ohne die Mithilfe der öffentlichen Hand und das Entgegenkommen der Eigentümerin lässt sich das Projekt unmöglich stemmen – zumal eine Halle für 800 bis 1000 Personen erforderlich ist, denn nur mit einer grösseren Zuschauerkapazität als heute lassen sich längerfristig grosse Konzerte überhaupt noch finanzieren.

Erneut mehr Besucher denn je

Wie die IG KiFF mitteilt, wurden im letzten Jahr rund 49 000 Besucherinnen und Besucher registriert. Damit konnte der Rekordwert aus dem Vorjahr um zirka 3000 Eintritte übertroffen werden. Die erfreuliche Entwicklung der Besucherzahlen wirkte sich auch positiv auf die Finanzen aus: Ende 2016 konnte das KiFF schwarze Zahlen schreiben. Nach längerer Durststrecke, heisst es in der Mitteilung, habe erstmals wieder ein kleiner Vereinsgewinn verzeichnet werden können. Und mit rund 70 Prozent weise das KiFF auch 2016 wieder «einen für Kulturbetriebe bemerkenswerten Eigenfinanzierungsgrad» auf.

An der Generalversammlung wurde der ganze bisherige Vorstand der IG KiFF unter Präsidentin Gisela Roth im Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde zusätzlich das langjährige KiFF-Mitglied Sasha Niffeler.