Densbüren

Lösung für das Schulproblem? Gemeinderat lässt die Katze noch nicht aus dem Sack

Densbüren.

Densbüren.

Der Gemeinderat will eine Partnerschaft eingehen, um den Schulstandort zu sichern.

So zieht man jemandem den Speck durch den Mund – und sorgt dafür, dass die Gemeindeversammlung am 23. November gut besucht sein wird. In den Unterlagen teilt der Gemeinderat Densbüren mit, «dass wir ab dem Schuljahr 2019/2020 eine Partnerschaft eingehen wollen, welche unseren Schulstandort über die nächsten Jahre sichert und eine positive Ausstrahlung weit über die Gemeindegrenze hinaus haben wird».

Und: «Die Gemeinde wird dazu ein Schulzimmer plus Benützung der Schulanlage an den Partner längerfristig vermieten. Im Gegenzug profitiert die Gemeinde durch die Sicherung des Standortes, das vom Partner bereitgestellte Mittagstischangebot und die Mietzinseinnahmen, welche ebenfalls im Budget 2019 ausgewiesen sind.»

Ein Modell wie in Wiliberg?

Tönt ganz nach einem Modell, wie es die ebenfalls kleine Gemeinde Wiliberg mit der Privatschule Wannenhof (Unterkulm) hat. Aber so genau weiss man das noch nicht, denn der Gemeinderat Densbüren will die Katze erst an der Gemeindeversammlung aus dem Sack lassen. Klar ist: Die Ausgangslage für Densbüren ist anspruchsvoll – und die Bereitschaft, für die Schule zu kämpfen, gross.

Der Gemeinderat schreibt. «Der Erhalt des Schulstandorts ist für die Gemeinde essenziell, um auch künftig attraktiv für junge Familien zu sein und zu bleiben.» Dank enormen Engagements sei es uns in den letzten Jahren immer wieder gelungen, «die vom Kanton vorgegebenen Schülerzahlen mithilfe von externen Schülern knapp zu erreichen.»

Steuerfuss bleibt auf 117 Prozent

An der Gemeindeversammlung geht es nicht nur um das Traktandum «Informationen Umbauten Schulanlage und Projekt Standortsicherung», sondern auch um das Budget 2019. Es basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 117 Prozent.

Auffällig sind die diversen kleineren Investitionen für das Schulwesen: Etwa für den Umbau des «Stuhl-/Tisch-Lagerraums» in einen Raum, der für den Mittagstisch und als Zimmer für Vereine genutzt werden kann. Zudem wird es neue Schultische und -stühle geben.

Weitere Traktanden sind zwei Kredite im Gesamtumfang von 285 000 Franken für die Sanierung zweier Wasserreservoire sowie 51 000 Franken für die Aufbereitung des Leitungskatasters Abwasser.

Zudem soll das Personalregelement so geändert werden, dass die Gemeindeangestellten etwas mehr Ferien bekommen – und der Vaterschaftsurlaub von einem auf drei Tage verlängert wird. (uhg)

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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