Aarau

Lockentopf will Flüchtling behalten: «Es wäre ein grosser Fehler, einen so wunderbaren Menschen gehen zu lassen»

Seit Oktober darf der eritreische Flüchtling Osman Mohammed im Restaurant Lockentopf als Hilfskoch arbeiten. Nun aber soll er das Land verlassen, da sein Asylgesuch verneint wurde. Sein Chef Tobias Krummenacher setzt sich seither für ihn ein.

Nach einem langen Hin und Her konnte das Restaurant Lockentopf in der Aar­auer Altstadt im Oktober eine Arbeitsbewilligung erhalten und den eritreischen Flüchtling Osman Mohammed als Hilfskoch anstellen. Nun muss «der wohl beste Hilfskoch der Welt», wie sein Chef Tobias Krummenacher schreibt, Ende Juli die Schweiz verlassen. Sein Asylgesuch wurde verneint und der Rekursantrag nicht weiter behandelt, offenbar wegen eines nicht zugestellten Abholscheins für einen wichtigen Brief.

«Das werden wir auf keinen Fall zulassen», schreibt Krummenacher nun in der von ihm lancierten Internetpetition «Osman muss bleiben!». Über 400 Unterschriften sind am ersten Tag zusammengekommen. Auf Anfrage sagt Krummenacher, das Restaurant werde aus eigener Kasse Anwälte zahlen, um eine Ausweisung seines Angestellten zu verhindern versuchen. «Er will unbedingt arbeiten und er ist gerne bei uns», sagt er. «Es wäre ein grosser Fehler, einen so wunderbaren Menschen und guten Freund kampflos gehen zu lassen. Helft uns!»

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