Irritiert schauen sich die Passanten um. Ein buntes, dann wieder weisses Farbenspiel irrlichtert über die Wand der Unterführung, die ansonsten einen äusserst trostlosen Eindruck hinterlässt. Die unterirdische Verbindung zwischen der Bushaltestelle am Bahnhofplatz, wo gerade gebaut wird, und dem neuen Bahnhof bedrückt die zu den Zügen eilenden oder aus dem Bahnhof nach Hause strebenden Menschen eher, als dass sie sie erfreut.

Das haben viele andere Unterführungen mit der «PU Ost», wie diese am Bahnhof heisst, gemeinsam. Noch gemeinsam. Denn eben diese PU Ost wird derart illuminiert, dass auch Peter Mühlebach, Chef des städtischen Tiefbauamts, seine Begeisterung nicht zurückhalten kann: «Das wird eine tolle Sache.»

Computerspezialisten sind am Werk

Computerspezialisten richten gegenwärtig das EDV-gesteuerte Lichtspiel ein, das ab 18. März – dann ist offizielle Einweihung – die vorbeihastenden Passanten buchstäblich aufheitern wird. Für das Projekt ist das Büro Vehovar & Jauslin, Zürich, zuständig, das auch für die Gestaltung des Bahnhofplatzes verantwortlich ist.

Die künstlerische Umsetzung trägt die Handschrift von Rolf Derrer, Zürich. Das Lichtspiel, so die künstlerische Idee, soll die Bewegung der Passanten aufnehmen und an die lange Wand zeichnen.

Früher sollten unansehnliche Schaukästen die Passanten aufmuntern. Seit zwei Monaten verwandeln die Handwerker die PU Ost in die künftige Einstein-Passage, in der eine Gedenktafel an den berühmten Aarauer erinnern wird.