Lenzburg
Zu einer Seifen-Ausstellung gehört auch ein Seifenkistenrennen

Im Rahmen seiner Seifen-Ausstellung hat das Museum Burghalde in Lenzburg ein Seifenkistenrennen organisiert. 40 junge Pilotinnen und Piloten haben sich auf die steile Rennstrecke auf der Schlossgasse getraut.

Sibylle Haltiner
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Yannic Timo Schär aus Hittnau ZH mit einer windschnittigen Seifenkiste.

Yannic Timo Schär aus Hittnau ZH mit einer windschnittigen Seifenkiste.

Sibylle Haltiner / Aargauer Zeitung

«‹Seid ihr wahnsinnig, auf der Schlossgasse ein Seifenkistenrennen auszutragen?›, wurden wir gefragt», erzählte Marc Seidel, Leiter des Museums Burghalde, am Samstag, während die rund 40 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der abschüssigen Strecke möglichst schnell um die Strohballen herumkurven. «Wir haben hier die steilste Rennstrecke der Schweiz», fügte Seidel an.

Zur aktuellen Ausstellung «Saubere Sache» gehörte ein Seifenkistenrennen einfach dazu. «Früher wurden Kernseifen in Holzkisten geliefert. Diese hat man mit Rädern von Wisa-Gloria-Tretautos ausgestattet», erklärte Urs F. Meier, Stiftungspräsident des Museums Burghalde, die Entstehung der Seifenkistenautos.

Mit Tempo um die Töggel gekurvt

Je drei Läufe fuhren die wagemutigen, acht bis 16 Jahre alten Pilotinnen und Piloten und versuchten, den Slalom möglichst schnell zu absolvieren, ohne einen «Töggel» zu verschieben. Die schnellste Fahrt des Tages gelang dem «Funfahrer» Colin Bachmann aus Langnau am Albis, ZH, mit 58.11 Sekunden. Bei den Lizenzierten siegte Vanessa Kressebuch aus Ermatingen, TG, mit 58.35 Sekunden.

Was sie bei ihren Fahrten erlebt haben, erzählen fünf Pilotinnen und Piloten hier:

«Aber sonst bin ich mit dem Lauf sehr zufrieden.»

Yannic Timo Schär, 10 Jahre, Hittnau ZH

Yannic Timo Schär, 10 Jahre, Hittnau ZH

Sibylle Haltiner / Aargauer Zeitung

«An den Seifenkistenrennen liebe ich unter anderem, dass ich in den Pausen mit den anderen Fahrern spielen kann. Das macht Spass. Beim ersten Lauf habe ich leider zwei Töggel verschoben, weil ich mir vorher nicht überlegt habe, wie ich sie fahren muss. Aber sonst bin ich mit dem Lauf sehr zufrieden.»

«Wenn man fährt, scheint die Strecke weniger steil»

Julia Schild, 8 Jahre, Lenzburg

Julia Schild, 8 Jahre, Lenzburg

Sibylle Haltiner / Aargauer Zeitung

«Das ist mein erstes Rennen, ich habe mich erst heute entschieden mitzumachen. Es hat Spass gemacht. Mein Bruder hat eine Seifenkiste, aber für heute habe ich eine ausgeliehen, weil seine zu gross ist für mich. Wenn man fährt, scheint die Strecke weniger steil, als wenn man läuft. Die Kurven habe ich gut erwischt.»

«Am Schluss habe ich es einfach laufen lassen»

Luca Fischer, 8 Jahre, Seon

Luca Fischer, 8 Jahre, Seon

Sibylle Haltiner / Aargauer Zeitung

«Meine Seifenkiste ist eine Lehrlingsarbeit aus der Schreinerei meines Vaters. Ich habe Spass daran, darin zu sitzen und zu fahren. Die Strecke ist recht steil, aber mit dem Lenken ist es sehr gut gegangen und am Schluss habe ich es einfach laufen lassen. Das ist mein erstes Rennen, zuhause habe ich einmal geübt.»

«Einmal hat es mich quergestellt»

Maximilian Rönz, 13 Jahre, Paspels GR

Maximilian Rönz, 13 Jahre, Paspels GR

Sibylle Haltiner / Aargauer Zeitung

«Am Seifenkistenfahren gefällt mir vor allem die Geschwindigkeit. Man braucht eine Strategie, um schnell um die Kurven zu kommen, Bremsen und Lenkung müssen gut eingestellt sein. Die grösste Herausforderung hier in Lenzburg ist, dass es sehr steil ist und die Hindernisse eng stehen. Einmal hat es mich quergestellt.»

«Man muss aufpassen, dass man nicht schleudert»

Joséphine Bachmann, 10 Jahre, Benzenschwil

Joséphine Bachmann, 10 Jahre, Benzenschwil

Sibylle Haltiner / Aargauer Zeitung

«Ich habe schon an einigen Seifenkistenrennen teilgenommen und trainiere ab und zu. Man muss schnell in die Kurven fahren, aber aufpassen, dass man nicht schleudert. Hier ist die Strecke schwierig, weil es steil ist und viele Tore hat. Im ersten Lauf habe ich ein Hindernis ausgelassen, aber sonst ist es gut gelaufen.»

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