Sexgewerbe

Leicht bekleidete Damen, fremde Männer: Illegales Bordell in Aarauer Telli-Wohnblock sorgt für Aufruhr

Dieses Bordell ist in einem Aarauer Wohnblock

Bordelle sind in der Wohnzone gesetzlich verboten.

Knatsch in einem Aarauer Wohnblock: Anwohner vermuteten in ihrem Haus ein Bordell und schalteten die Polizei ein. Diese hat reagiert.

Vieles deutet darauf hin, dass jemand im sechsten Stock eines Wohnblocks in der Aarauer Rütmattstrasse ein Bordell betreibt. Seit ein paar Monaten gehen fremde Männer und leicht bekleidete Frauen ein und aus. In der Waschküche stapeln sich Berge von Wäsche und in der Garage hat es viele Autos mit ausländischen Nummernschildern. So erzählen es Anwohner.

Britta Berner ist es nicht mehr wohl zu Hause, seit die neuen Mieter im sechsten Stock eingezogen sind. Sie könne fast nicht mehr schlafen, weil nachts im Haus dauernd Türen zugestossen würden. Auch sehe sie immer wieder leicht bekleidete Frauen durch das Haus huschen. Dem Regionalsender Tele M1 erzählt sie: "Wenn unten jemand klingelt, gehen die Damen runter und nehmen die Herren in Empfang. Das ist ein komisches Gefühl." Die Mieter waschen laut Berner ausserdem viel Reiz- und Frotteewäsche sowie Leintücher, ohne sich in den Waschplan einzutragen.

Ein Bordell in der Wohnzone ist illegal. Die Mieter haben die Verwaltung informiert und die Polizei eingeschaltet. Mit Erfolg: Man habe eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht, sagt Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau. Dies, nachdem man Kontrollen vor Ort durchgeführt und Personen überprüft habe.

Für die Bewohner dürften die unangenehmen Monate bald vorbei sein. Der Mieter habe das Mieteverhältnis aufgelöst, teilt die Immobilienverwalterin Livit mit. Die Kündigung traf demnach am Dienstag ein. (mwa)

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