Aarau

Lebenszeichen der Umbaupläne: Tellistrasse-Kreisel muss vergrössert werden

Beim Kreisel Neumattstrasse hat man sich mit den Einsprechern gefunden, beispielsweise wird das geplante Buswartehäuschen nun ganz aufs Trottoir verlegt.

Beim Kreisel Neumattstrasse hat man sich mit den Einsprechern gefunden, beispielsweise wird das geplante Buswartehäuschen nun ganz aufs Trottoir verlegt.

25 Meter muss der Durchmesser eines Kreisels betragen, damit dieser von allen Fahrzeugen befahren werden kann. Der Kreisel Tellistrasse–Delfterstrasse muss deshalb um einen Meter ausgeweitet werden. Der Stadtrat hat mehrere Änderungen beschlossen.

Wenn alles rund läuft, kann das Erschliessungsplanverfahren Tellistrasse in rund zweieinhalb Wochen zum Abschluss gebracht werden. Dann läuft die 30-tägige Einsprachefrist gegen die vom Stadtrat beschlossenen, am 4. Januar publizierten Änderungen ab.

Bei diesen Änderungen gegenüber der öffentlichen Auflage vor knapp zwei Jahren handelt es sich mehrheitlich um Kleinigkeiten, wie Marco Caprarese, Projektleiter Verkehrsplanung der Stadt Aarau, bestätigt. Mit dem Erschliessungsplan soll die Tellistrasse von einer Hauptverkehrsachse zu einer Quartiersammelstrasse werden.

Zum einen geht es bei den Änderungen darum, dass nicht nur der Kreisel Tellistrasse–Neumattstrasse, sondern auch der Kreisel Tellistrasse–Delfterstrasse von allen für den Strassenverkehr zugelassenen Fahrzeugen befahren werden kann.

Im Fall des Kreisels bei der Coop-Tankstelle bedingt das eine Ausweitung des Durchmessers von 24 auf 25 Meter. Der Kreisel Tellistrasse–Neumattstrasse erfüllt diese Anforderung an den Durchmesser bereits.

Buswartehäuschen aufs Trottoir

Zum andern haben sich die Stadt und die Einsprecher im Bereich östlich und westlich des Kreisels Tellistrasse–Neumattstrasse nun gefunden. Betroffen sind die Grundstücke der Heizmann AG sowie der Stützliwösch.

In beiden Fällen bleibt die Baulinie unverändert, nachdem die geplante Strassenlinie verschoben beziehungsweise aufgehoben wurde. Mit den nun fallengelassenen Strassenlinien wäre ein Enteignungsrecht verbunden gewesen.

Auf Höhe der Stützliwösch ist ein Buswartehäuschen vorgesehen. Ursprünglich wäre dieses, wie Marco Caprarese bestätigt, teils auf dem heutigen Grundstück der Stützliwösch und teils auf dem Trottoir zu stehen gekommen.

Neu soll es nun ganz aufs Trottoir verlegt werden. Dessen Breite wird zudem reduziert und die Rabatte in diesem Bereich wird entfernt, ausser auf Höhe des Fussgängerstreifens.

Keine Abstriche bei Hauptzielen

Keine Änderungen gibt es bei den augenfälligsten Veränderungen, die der Erschliessungsplan vorsieht. Im Bereich der Telli-Siedlung, beim Kreisel Tellistrasse-Delfterstrasse soll eine Lichtsignalanlage den Verkehr dosieren.

Beidseitig gibt es Velostreifen, vom Staffeleggzubringer her eine separate Busspur und die Haltestellen werden jeweils vor den Kreisel verlegt. Umgekehrt ersetzt beim Telli-Zentrum (Kreuzung Tellistrasse–Girixweg) ein Kreisel die heutige Lichtsignalanlage.

Ein Mittelstreifen soll den Fussgängern das Queren der Tellistrasse in diesem Bereich erleichtern, dafür wird die Unterführung geschlossen.

Auch wird die Busspur aufgehoben. Auf Höhe des Tellirings wird die Strasse begradigt und mit einer Insel ausgestattet. Der Bus hält nicht mehr in einer Bucht, sondern auf der Fahrbahn selber.

Innerhalb der 30-tägigen Einsprachefrist wird der Erschliessungsplan Tellistrasse laut Marco Caprarese auch beim Kanton eingereicht. Einer Vorprüfung hat dieser den Plan schon 2013, vor dem im Frühjahr 2014 durchgeführten Mitwirkungsverfahren, unterzogen.

Gibt es keine weiteren Einwendungen, sollte das Erschliessungsplanverfahren im Februar nun abgeschlossen werden können. Gemäss dem ehrgeizigen ursprünglichen Zeitplan hätte diese Wegmarke im April 2014 erreicht werden sollen.

Nimmt man den damaligen «Fahrplan» zum Massstab, lässt sich abschätzen, dass der Baubeginn – mit nahezu zweijähriger Verzögerung – auf Herbst 2017 hin erfolgen könnte.

Sollte der erforderliche Baukredit unter 6 Mio. Franken liegen, könnte es unter Umständen schneller gehen. Dann läge der Kredit in der Kompetenz des Einwohnerrates und ein Entscheid an der Urne wäre in diesem Fall nicht nötig.

Vor zwei Jahren wurde mit einem Baukredit von 7,5 Mio. Franken gerechnet. Damals standen aber Tellistrasse und Neumattstrasse zur Diskussion.

Weit umstrittener als der Erschliessungsplan Tellistrasse war seinerzeit im Mitwirkungs- und Auflageverfahren der Erschliessungsplan Neumattstrasse. Diesen hat der Stadtrat, wie Marco Caprarese in Erinnerung ruft, inzwischen auf Eis gelegt.

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