"Abends um 21 Uhr lagen kiloweise prächtige Rüebli am Boden und im Abfall", schreibt Lotti Baumann der AZ. Auf Nachfrage erzählt die Aargauer Landfrauenpräsidentin, dass sie nach Marktschluss über das Gelände gegangen sei. Eine alte Dame habe die Rüebli vom Boden aufgesammelt: "Sie ist sogar mit einem Einkaufswagen gekommen und hat mich aufgefordert, auch ein Paar Rüebli mitzunehmen." 

Hauptsächlich waren grosse Dekorationsrüebli, die am Tag noch die Stände schmückten, auf dem Boden zu finden: "Sie haben ihren Zweck als Dekorationsmittel getan und wurden achtlos liegengelassen", vermutet Baumann.

"Diese Verschwendung" sei sehr schade. "Man ehrt doch das Rüebli an diesem Tag, so ein Verhalten passt nicht damit zusammen." 

Der Bauer hatte zu viel zu tun

Angesprochen auf die Kritik erklärt Verena Saegesser, Leiterin Administration des Rüeblimärts: "Ja, die Rüebli waren Dekomaterial. Aber ein Bauer ist dafür zuständig, die Rüebli nach Abbau der Stände aufzusammeln."

Nur habe der Mann so viel zu tun gehabt, dass er es einfach nicht schaffte, alle Rüebli abzuholen. "Am nächsten Morgen hat er sie dann mitgenommen und verfüttert die Rüebli jetzt seinen Tieren."

Das habe Saegesser auch der Aargauer Landfrauenpräsidentin mitgeteilt: "Sie war erleichtert."

Der Rüeblimärt 2017 erwacht und lockt bereits vor 6 Uhr in der Früh erste neugierige Besucher an den Graben in Aarau.

Der Rüeblimärt 2017 erwacht und lockt bereits vor 6 Uhr in der Früh erste neugierige Besucher an den Graben in Aarau.