Buchs

Lärmklagen: Einwohnerrat lanciert Petition gegen Security-Einsatz

Die Rösslimatte in Buchs

Die Rösslimatte in Buchs

In der Buchser Siedlung Rösslimatte lässt die Liegenschaftsbesitzerin abends die Securitas patrouillieren und weist Eltern zu Recht, deren Kinder angeblich zu laut spielen. Gegen dieses Vorgehen regt sich jetzt Widerstand.

Der parteilose Buchser Einwohnerrat Reto Fischer hat eine Petition lanciert. Damit wehrt sich der Familienvater gegen den Entscheid der Migros-Pensionskasse, abends die Securitas im Rösslimatte-Quartier patrouillieren zu lassen. Die Pensionskasse sagt, es gehe um lärmende Jugendliche. In einem Brief an die Mieter schrieb sie jedoch von lärmenden Kindern.

Fischer wohnt zwar nicht mehr im Quartier, regt sich aber trotzdem über den Security-Einsatz auf: «Diese Art der Überwachung ist weder kinder- noch familienfreundlich und geschieht im Wissen, dass sich nur die wenigsten Anwohner wehren werden, da sie Angst haben, ihren (doch gut zahlbaren) Wohnraum zu verlieren», schrieb er gestern auf Facebook.

«Ja, in der Rösslimatt ist immer etwas los, das Quartier lebt und um die Pingpong-Tische herum konnte es schon damals manchmal etwas lauter werden. Aber hey, die Rösslimatt ist ein Quartier, welches sich für Familien mit Kinder perfekt eignet. Sprich, wer da wohnt, der weiss worauf er sich einlässt.»

Der aktuelle Stand der Petition:

Mit seiner Petition auf www.petitio.ch will fischer nun erreichen, dass die Migros-Pensionskasse den «Einsatz der privaten Sicherheitskräfte» per sofort beendet und auf Kommunikation setzt: «Es darf nicht sein, dass sich der Vermieter mit Unterstützung der Securitas in die Freizeit der MieterInnen in der Rösslimatte einmischt und sogar die Ruhezeit von 23 Uhr auf 19 Uhr vorverlegt. Gerade in diesen Zeiten von Corona ist es wichtig, dass die Menschen - unter Einhaltung aller BAG-Regeln - nach draussen gehen, sich bewegen, spielen, lachen, reden. Dazu braucht es keine privaten Sicherheitskräfte.»

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