Betritt man tagsüber den kleinen Ausstellungsraum, stellt man auf den ersten Blick nichts Besonderes fest. Etwa zwanzig weisse Kartonkisten sind in einer Ecke aufgestellt. Mitten im Raum steht ein Keyboard und gegenüber den Kisten ein Beamer.

Man ahnt nicht, dass in diesem Raum, sobald es dunkel ist, ein beeindruckendes Licht- und Tonspektakel geboten wird.

Drückt man auf eine der Keyboard-Tasten, erklingt nicht nur wie bei einer normalen Orgel ein einzelner Ton, sondern die Kisten beginnen auch zu leuchten, verfärben und verändern sich. Sie wirken plötzlich lebendig.

Das Lichtbild auf den Kisten wird begleitet von geheimnisvoller Musik. Jede Taste ruft ein neues Lichtgebilde hervor. Deshalb heisst das Kunstwerk Kistenorgel.

(Quelle: Youtube)

Die Kisten-Orgel

Kistenorgel ist eine Neuerfindung

Erfunden haben sie die Berner Künstler Elias Thoma und Andreas Schenkel. Videoprojektionen auf ein Objekt seien zwar nichts Neues, die konkrete Idee der Kistenorgel aber schon, so Schenkel. Für jede Keyboard-Taste erstellten sie einen kurzen Film. Dieser wird durch den Beamer auf die Kisten projiziert. Die beiden Künstler arbeiteten rund eine Woche intensiv an der Kistenorgel.

Die Hauptarbeit bestand darin, die Kurzfilme perfekt auf die Anordnung der Kisten abzustimmen. Schneider ist mit dem Kunstwerk sehr zufrieden.

Die Kistenorgel kann man bis zum 6. März jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr an der Schiffländestrasse 3 in Aarau ausprobieren.