Abstimmungskampf

Kundgebung beim Bahnhof: So wirbt die Klimajugend in Aarau für Konzernverantwortung

Klimademo auf dem Bahnhofplatz in Aarau

Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten mobilisieren auf dem Aarauer Bahnhofplatz für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.

Am Sonntag hat auf dem Aarauer Bahnhofplatz unter dem Motto «Klimagerechtigkeit heisst Konzernverantwortung» eine Kundgebung der Klimastreikbewegung Aargau stattgefunden. Die Gruppe setzt sich für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative ein.

Es war ein kleines Grüppchen von Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten, das sich am Sonntagmittag vor dem Aarauer Bahnhof einfand. Mit Kreide malten sie in grossen Lettern "Klimagerechtigkeit heisst Konzernverantwortung" auf den Asphalt. Eine Frau schnitt aus einem Karton Fisch-Skelette aus. Eine andere legte sie auf die ausgebreiteten blauen Tücher, die Seen, Flüsse oder Meere symbolisieren.

Neben dem Wasser haben die Aktivistinnen und Aktivisten Kübel platziert. Mit diversen Warnsymbolen und dem Schriftzug: "giftige Chemieabfälle aus der Erdölproduktion". Zwei andere Klimaaktivisten wiederum lagen auf schwarzen Tüchern, welche die Abgase einer Zementfabrik symbolisierten. Sie stellten sich tot.

Mit der Aktion in Aarau wollte Klimastreik Aargau Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die bevorstehende Abstimmung vom 29. November über die Konzernverantwortungsinitiative mobilisieren. Diese verlangt, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und internationale Umweltstandards auch ausserhalb der Schweiz zu respektieren haben. Sie sollen für Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung verbindlicher Umweltstandards haftbar gemacht werden können; unabhängig davon, wo die entsprechenden Handlungen vonstatten gingen.

"Die Forderung der Konzernverantwortungsinitiative geht Hand in Hand mit der Forderung des Klimastreiks nach Klimagerechtigkeit", teilt Klimastreik Aargau mit. Deshalb unterstütze man die Initiative. "Wir fordern, dass fehlbare Schweizer Konzerne für die Schäden an Natur und Mensch geradestehen müssen und dafür auch in der Schweiz belangt werden können."

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