«Steck dir deine Sorgen an den Hut», «Kriminal Tango», «I Have a Dream»: Das Programm des Unterhaltungsabends der beiden Küttiger Gesangsvereine war abwechslungsreich und deckte von Schubert bis Udo Jürgens die verschiedensten Musikstile ab.

Traditionell laden der Frauen- und der Männerchor Küttigen zu einem gemeinsamen Unterhaltungsabend mit Theater ein. Krankheitshalber musste dieses Jahr die Hilfe einer auswärtigen Theatergruppe in Anspruch genommen werden. Der Männerchor Schmiedrued sprang gern ein und unterhielt am Samstag mit dem Einakter «D Metzgete» von Thomas Hofmann das Publikum bestens. Die Wirtin Heidi vertrieb zusammen mit ihrer Tochter Betty und dem Metzger Möckli zwei unliebsame Stammgäste mit gruseligen Anspielungen und erhielt dafür von der Restauranttesterin Clementine 17 Punkte.

Mal die Männer, mal die Frauen

Zum Anfang des Konzerts sangen die beiden Chöre gemeinsam das deutsche Volkslied «Erlaube mir, feins Mädchen». Der Männerchor unter der Leitung von Konstanze Franke fuhr weiter mit Schuberts «Lindenbaum» und «Ich weiss ein Fass». Abwechslungsweise standen danach der Frauenchor, dirigiert von Peter Lindenmann, und der Männerchor auf der Bühne.

Der Frauenchor lud das Publikum beim Lied «So ein Tag, so wunderschön wie heute» zum Mitsingen ein. Auch «Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt» und «Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist» aus der Operette «Zum weissen Rössl» gefielen den Konzertbesuchern und sie klatschten begeistert mit.

Der Männerchor trug «Heute her, morgen dort», das von der Dirigentin Konstanze Franke arrangiert wurde, vor. Auch Schlager und Schlagerpop hat der Chor im Repertoire: «Rot
sind die Rosen» von Semiano Rossi und «Über sieben Brücken musst Du gehn» bewiesen dies. Besonders gefielen die mehrstimmigen, oft ungewöhnlichen Arrangements. Udo Jürgens’ «Ich war noch niemals in New York» erhielt grossen Applaus. Zum Abschluss vereinigten sich die beiden Chöre nochmals zu Abbas «I Have a Dream» in der Mundartversion «Ech han en Traum».

«Die Proben mit dem Männerchor machen Spass», lobte die Dirigentin Konstanze Franke. «Sie lernen schnell, wir haben fast alle Lieder des Konzerts neu einstudiert.» Auch Peter Lindenmann zeigte sich begeistert von seinen Sängerinnen. «Sie haben sich sehr gut auf mich eingelassen. In den Proben wagen wir uns manchmal an Herausforderungen wie zum Beispiel das selbstständige Heraushören der zweiten Stimme.» Der von beiden bescheinigte gute Zusammenhalt der Chöre war auch am Unterhaltungsabend spürbar.