Küttigen

Küttigen vermisst 2,5-Tonnen-Brunnen – nun ist ein Teil aufgetaucht

Dieser 2,5 Tonnen schwere Brunnen ist seit einem Jahr unauffindbar.

Dieser 2,5 Tonnen schwere Brunnen ist seit einem Jahr unauffindbar.

Seit einem Jahr vermisst Küttigen einen 2,5 Tonnen schweren Brunnen. Er verschwand unter mysteriösem Umständen. Ein Teil des Brunnes ist jetzt im Kanton Solothurn wieder aufgetaucht. 

Über 100 Jahre lang stand der Brunnen auf dem Küttigen Horen. Als der Autobahnzubringer 2010 auf der Staffelegg gebaut wurde, musste der Brunnen weichen. Die Gemeinde platzierte ihn in die Nähe der Küttiger Badi. Dort bliebe er mehrere Jahre – bis er vor einem Jahr plötzlich verschwand.

Dass der Brunnen nicht mehr da war, stellte man erst an der Gemeindeversammlung fest, wie Gemeindeammann Dieter Hauser gegenüber dem Regionalsender «TeleM1» erklärte. Kenner schätzen den Wert des Brunnes auf ein paar Tausend Franken. 

2.5-Tonnen-Brunnen verschwunden

2.5-Tonnen-Brunnen verschwunden

In der Werkstatt des Bildhauers Urs Wittmer im Solothurnischen Stüsslingen tauchte der Brunnen wieder auf. Ein Chauffeur der Firma Huber aus Wöschnau habe ihn angerufen, sagte Wittmer gegenüber «TeleM1». «Er sagte, er würde mir den Brunnen im Auftrag der Gemeinde Küttigen vorbei bringen.»

Brisant: Einen solchen Auftrag hat es laut der Gemeinde nie gegeben. Und: Kurz nach dem der Brunnen nach Stüsslingen gelangte, verschwindet der Trog des Brunnens. Jemand habe ihm angekündigt, dass er den Trog abhole, sagte Wittmer. Der Anruf kommt wiederum von der Firma Huber. Gegenüber «TeleM1» sagt das Abbruch- und Tiefbau-Unternehmen, es habe keine Kenntnisse über den Verbleib des Brunnes. Auch kann die Firma nicht bestätigen, den Brunnen überhaupt jemals transportiert zu haben. 

Der Horen-Brunnen interessiert unterdessen auch die Polizei: Der Küttiger Gemeinderat hat Anzeige wegen Kulturgüter-Diebstahl erstattet.  

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