Küttigen hat es schon wieder getan: Nachdem die Gemeinde letzten März in der Rechnung 2017 ein Plus von fast einer Million Franken vermelden konnte, schliesst die Erfolgsrechnung 2018 (ohne Eigenwirtschaftsbetriebe) mit einem Überschuss von 1,1 Mio. Franken ab. Das sind 0,76 Mio. Franken mehr, als budgetiert gewesen war (0,346 Mio. Franken), wie aus einer Gemeindemitteilung hervorgeht.

Per 2018 hatte Küttigen den Steuerfussabtausch mit dem Kanton an die Einwohner weitergegeben und den Steuersatz von 103 auf 100 Prozent angepasst. Bei den natürlichen Personen sind die Steuergelder nun nicht ganz so fest gesprudelt wie prognostiziert: Eingegangen sind 17,2 Mio. Franken, was rund 0,2 Mio unter den Budgeterwartungen liegt.

Die Quellensteuern haben laut Gemeindemitteilung «den Erwartungen entsprochen». Eine deutliche positive Abweichung gegenüber dem Budget gab es bei den Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen: Eingegangen sind 0,52 Mio. Franken, was rund 192 000 Franken mehr sind als budgetiert.

Bei den Sondersteuern resultiert ein Mehrertrag von rund 167 300 Franken, was gemäss Gemeindemitteilung hauptsächlich auf die Erbschafts- und Schenkungssteuern zurückzuführen ist.

Einsparungen im Asylwesen

Den erhöhten Einnahmen stehen «deutlich tiefere Aufwendungen» gegenüber. Gegenüber dem Budget brauchte es geringere Nettoaufwendungen bei den Verwaltungsliegenschaften (minus 71 300 Franken), bei der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe (minus 156 700 Franken), im Asylwesen (minus 81 200 Franken) sowie beim Zuschuss an die Abfallwirtschaft (minus 63 200 Franken).

Der Personalaufwand (5,27 Mio. Franken) fiel laut Gemeindemitteilung rund 0,3 Prozent höher aus als budgetiert, beim Sach- und Betriebsaufwand beträgt die Abweichung 0,6 Prozent.

Keine Auswirkungen hatte in Küttigen die periodisch durchzuführende Neubewertung des Finanzvermögens, welche beispielsweise in Aarau 8 Millionen Franken Buchgewinn gebracht hat. Die Küttiger Buchwerte wurden nach einer Prüfung unverändert belassen.

Das Vermögen steigt

«Den Bruttoinvestitionen von 3 Mio. Franken stehen Investitionseinnahmen von 1,1 Mio. Franken gegenüber», heisst es in der Gemeindemitteilung. Die gegenüber dem Budget um 1,5 Mio. Franken verminderten Nettoinvestitionen seien einerseits auf zeitliche Verzögerungen zurückzuführen, andererseits seien für die Sanierung der alten Deponie im Ritzer Beiträge von Bund und Kanton eingegangen. Die Investitionen konnten vollumfänglich selbstfinanziert werden.

Das Nettovermögen erhöhte sich per Ende 2018 auf 8,1 Mio. Franken (Vorjahr: knapp 7,05 Mio.). «Somit stehen weiterhin Mittel für die Finanzierung der bevorstehenden Investitionen zur Verfügung», hält der Gemeinderat fest. «Gemäss Aufgaben- und Finanzplanung werden Investitionen von insgesamt 25 Mio. Franken in den nächsten Jahren erwartet. Es wird eine möglichst hohe Eigenfinanzierung beabsichtigt.»

Wasser und Abwasser

Das Wasserwerk weist einen Ertragsüberschuss von rund 216 000 Franken auf. Bei Nettoinvestitionen von rund 922 000 Franken resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von rund 523 000 Franken. Bei der Abwasserbeseitigung meldet der Gemeinderat ein «markant besseres Ergebnis» (166 000 Franken plus statt 219 000 minus). Von den geplanten Investitionen (629 000 Franken) wurden nur rund die Hälfte realisiert.